Bekanntermaßen ist Bad Dürrheim seit 2007 Clubort. Die Stadt ist es noch und das Angebot wird auch bleiben, denn es kommt überall gut an, auch wenn die Bezeichnung „Club“ sich allmählich herausschleicht. Es habe sich einfach nur herausgestellt, dass das „Club“ im Namen relativ irritierend sei. Die Idee zum Clubort hatte damals Kur- und Bäder-Geschäftsführer Markus Spettel, als es darum ging, den Tourismus noch mehr zu fördern. Die Entwicklung steht nicht still. Es gilt, ständig neue Pakete zu schnüren, um Service und Anreize für die Touristen beziehungsweise Übernachtungsgäste zu erhöhen. Für Irritationen in der Bevölkerung sorgt dabei gern der freie Eintritt für Gäste ins Solemar.

  • Aufgaben der KuBä: „Die Aufgaben der Kur- und Bäder GmbH (KuBä) gliedern sich in zwei große Teilbereiche auf“, erklärt Andrea Meiers. Einerseits betreibe die KuBä die Einrichtungen der Stadt und zweiter großer Punkt sei die Tourismusförderung. Das Kunststück sei nicht nur, die Übernachtungszahlen zu steigern, sondern sie vor allem zu halten. Dafür gelte es, immer wieder neue Pakete zu schnüren, um Anreiz und Service für Gäste zu erhöhen, stets unter Beteiligung der Gastgeber.
  • Weiterentwicklung: Nach zehn Jahren wäre es an der Zeit gewesen, das Tourismuskonzept weiterzuentwickeln, erklärt Andrea Meiers. Also habe man geschaut, welche Dienstleistungen und Produkte andere Destinationen anbieten und sei am Beispiel der Tourismusdestination Hochschwarzwald auf die Gästekarte gestoßen und entwickelte daraus ein auf Bad Dürrheim zugeschnittenes Angebot, an dem sich die Beherbergungsbetriebe beteiligen können, was sie inzwischen zum großen Teil auch tun.
  • So funktioniert’s: Es gibt die Gästekarte, die Gästekarte Plus und die Einwohnerkarte. Die Gästekarten beinhalten zahlreiche Inklusivleistungen und Ermäßigungen für Übernachtungsgäste. „Was die Leute nicht sehen, ist, wie sich diese Gästekarten beziehungsweise bei der Gästekarte Plus speziell der freie Eintritt ins Solemar als Mehrwert für den Gast finanziert“, erklärt Andrea Meiers. „Die Gästekarte Plus ist eine umlagefinanzierte Karte.“ Konkret heißt das: Der teilnehmende Übernachtungsbetrieb entrichtet pro Kopf und Übernachtung eine Umlage an die KuBä. Als Entgegenkommen verzichtet die KuBä auf den Wochenend- und Feiertagszuschlag, die Kurtaxe ist davon unbeeinflusst. Der Gast erhält pro Übernachtung also einen „umlagefinanzierten“ Eintritt in die Therme für drei Stunden als „Sahnehäubchen“. Meiers: „Marketingsprachlich kommt halt der Ausdruck „freier Eintritt“ einfach besser rüber.“ Ob und wie der teilnehmende Beherbergungsbetrieb die Kosten weitergibt, ist dessen Entscheidung.
  • Einwohnerkarte: In den Genuss dieses Mehrwertes kommen tatsächlich nur Einwohner. „Den Bürgern steht unabhängig von der Karte der Zugang zum Freizeit- und Animationsprogramm genauso offen wie Gästen“, erinnert Andrea Meiers. Durch die Einwohnerkarte gibt es viele Vergünstigungen, wie etwa Nachlässe auf Eintrittspreise, kostenlose Teilnahme an den mit dem Fitman gekennzeichneten Unternehmungen oder sogar eine ermäßigung auf Miete der Räumlichkeiten im Haus des Gastes/Kurhauses für private Feiern. Die Einwohnerkarte kostet 49 Euro. „Bei intensiver Nutzung der Karte sind diese schnell wieder reingeholt“, sagt die Touristikfachfrau. Informationen zu allem gibt’s im Haus des Gastes.