Seit nunmehr fünf Jahren ist es gute und mittlerweile auch beachtete Tradition in Bad Dürrheim, dass die Bürgerstiftung und Stadt mit einem feierlichen Akt Jugendliche auszeichnet, die sich über das normale Maß hinaus dauerhaft ehrenamtlich sozial engagieren.

  • Die Bürgerstiftung: Die Bürgerstiftung Bad Dürrheim wurde 2007 gegründet und hat sich zum Schwerpunkt gesetzt, zur Lebensqualität der Bürger der Stadt Bad Dürrheims durch finanzielle Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements, aber auch durch Aktivitäten zur Förderung beispielsweise der Jugend und der Kunst beizutragen. Verwendet werden hierzu Spenden und Zinserträge aus dem entsprechend angelegten Stiftungskapital (370 000 Euro). Wobei allerdings die Erträge aus dem Stiftungskapital derzeit aufgrund der aktuellen Zinssituation nicht gerade hoch seien, wie Stiftungsrat Hans Buddeberg beim Stiftertag erklärte. Die Bürgerstiftung unterstützt zum Beispiel die Sommerwerkstatt und die Kulturlotsen. Sie leistete einen wesentlichen Beitrag zur Umgestaltung der ehemaligen St. Nikolauskapelle auf dem Friedhof in einen allen Bürgern zugänglichen, künstlerisch gestalteten Raum der Stille und war auch an der Entstehung der Holzskulptur der Großherzogin Luise im Kurpark beteiligt.
  • Der Jugendsozialpreis: Auch die Idee, Jugendliche der Stadt für ihr soziales Engagement zu würdigen, kommt von der Bürgerstiftung und fand nun zum fünften Mal statt. Eine erfreuliche Änderung ergab sich mit den beiden ersten Preisen. Im Gedenken an den vor knapp drei Jahren verstorbenen Mäzen und Hauptgeldgeber des Stiftungskapitals, Anton Häring, rief dessen Witwe Irma den mit 500 Euro dotierten Anton-Häring-Preis ins Leben, den zweiten Preis in Höhe von 300 Euro stiftet die Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH. Die Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 100 Euro kommen von der Bürgerstiftung direkt.
  • Preisträger: Vorgeschlagen waren weiter Sarah Koke, Maximilian Lüßling und Alisa Greguric. Diese drei erhielten jeweils einen Anerkennungspreis. Sarah Koke engagiert sich aktiv in der katholischen Jugendarbeit und beim Kinderferienprogramm der Stadt. Im Jugendhaus organisiert sie das Filmprogramm, in der katholischen Gemeinde leitet sie eine Jugendgruppe und ist Betreuerin im Ferienlager. Alisa Greguric ist im Vorstand des Turnerbundes und Blasorchesters aktiv tätig, sie ist Volleyball-Übungsleiterin und auch Spielerin. Sie arbeitet derzeit als Bufdi im Mehrgenerationenhaus und gibt dort auch Computerkurse. Maximilian Lüßling stellt eine Ausnahme dar, er wurde aufgrund seines umfangreichen Engagements zum wiederholten Male vorgeschlagen und auch gewürdigt. Der 16-Jährige geht auf dem St.-Ursula-Gymnasium in Villingen zur Schule. Sein Engagement dauert bereits seit mehr als vier Jahren an. So macht er immer noch aktiv bei den Kulturlotsen mit, ist aktives DLRG-Mitglied und absolviert gerade eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer und ist außerdem beim Jugendrotkreuz dabei. Darüber hinaus beteiligt er sich an den Bürgerworkshops zur Stadtentwicklung.
  • Der Dürrheimer-Mineralbrunnen-Preis: Der mit 300 Euro dotierte Preis ging an Ariagna Heß. Sie besuchte früher die Realschule Bad Dürrheim und ist jetzt auf der David-Würth-Schule in Schwenningen. Sie unterstützt jedoch weiterhin Schüler im Rahmen der Ganztagesbetreuung bei den Hausaufgaben und übernimmt darüber hinaus bereitwillig auch viele andere Aufgaben als „Mädchen für alles“.
  • Der Anton-Häring-Preis: Er ist mit 500 dotiert und wurde von Irma Häring an eine Gruppe Schülerinnen überreicht, bestehend aus den Mädchen Sarah Calini, Fabienne Staiger (nicht anwesend) und Stella Hergeth. Die drei 14- bis 15-jährigen Schülerinnen kümmern sich in ihrer Freizeit um eine stark sehbehinderte alte Dame und helfen ihr bei den Einkäufen, im Haushalt und leisten ihr Gesellschaft.
  • Rahmenprogramm: Festredner war Rollstuhl-Curling-Sportler Harry Pavel, der über die schwierigen Erfahrungen und Herausforderungen im Leben sprach. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Musikgruppe Klösterle aus Villingen.