Die Bürgermeister von Bad Dürrheim, Brigachtal und Tuningen haben sich entschieden, den Gebühreneinzug für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen für den Monat April auszusetzen. Dies teilt die Stadtverwaltung Bad Dürrheim schriftlich mit.

Auch die kirchlichen Einrichtungen orientieren sich an dieser Entscheidung. Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind, wie im ganzen Land, seit spätestens 17. März alle geschlossen und sollen dies auch bis 19. April bleiben. Daher sei eine Nichtveranlagung nur richtig, so die Bürgermeister.

„Uns war es wichtig, hier gemeinsam zu agieren, damit die Eltern wenige Kilometer weiter, nicht ein gänzlich anderes Konzept der Rückerstattung haben“, erklären Bürgermeister Michael Schmitt aus Brigachtal, Ralf Pahlow aus Tuningen und Jonathan Berggötz aus Bad Dürrheim einhellig. Man hätte gern schon eine landesweite Lösung präsentiert, diese stehe aber krisenbedingt noch aus. Daher haben sich nun die drei Kommunen entschieden, für die Eltern Klarheit zu schaffen.

In allen drei Gemeinden hätten sich die Anfragen von Eltern gemehrt, ob denn die Kita-Gebühren für die Zeit der Schließung erlassen werden. Die Antwort habe für die Stadtoberhäupter schon früh festgestanden: Ja. Nur das „Wie“ und die Abstimmung mit den Kirchen musste noch erfolgen, denn es sollte eine einheitliche Lösung sein.

Diese ist die Entscheidung, die Gebühren für den Monat April nicht zu erheben, mit der Hoffnung, dass bald wieder ein regulärer Betrieb möglich ist. Wie es dann weiter geht, sei von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängig und welche Vorgaben vom Land Baden-Württemberg kommen.

Man sei auch froh, dass die Einrichtung von Notgruppen für die Kinder von Eltern, deren Arbeitsplatz zur kritischen Infrastruktur zählt, in allen Gemeinden bewerkstelligt werden konnte. Die Gebühren für Kita-Kinder in diesen Notgruppen, werden selbstverständlich weiterhin erhoben.

Den Bürgermeistern sei bewusst, welche Auswirkungen die Entscheidung zur Schließung der Betreuungseinrichtungen für viele Familien hatte und noch immer hat. Für viele, oft berufstätige Eltern, steht seitdem der Alltag Kopf und mit der notwendigen Schließung der Spielplätze haben sich die Möglichkeiten, die Kinder zu beschäftigen deutlich eingeschränkt. „Wir wissen, was den Eltern abverlangt wird und wünschen Ihnen allen Kraft und Zuversicht, aber vor allem wertvolle Zeit des Miteinanders“, erklären Pahlow, Berggötz und Schmitt einstimmig.