Wie kann die Stadt Bad Dürrheim seinen hohen Kohlenstoffdioxidausstoß verringern? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Gerhard Bronner vom Umweltbüro Donaueschingen stellte eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen die Stadt und die Bürger positiven Einfluss auf ihre CO2 Bilanz nehmen könnte.

"Wir haben versucht zusammenzustellen, wo die Gemeinde Einfluss nehmen kann", sagte der Experte. Ein "riesiges Potenzial" stecke beispielsweise in der Förderung von Photovoltaikanlagen. Er schlug ein Förderprogramm vor, mit dem Privathaushalte ermutigt werden sollen, in diese Technik zu investieren. Pro sogenannter Kilowatt peak, damit wird die Leistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Bedingungen angegeben, erhalte der Bürger eine Pauschalsumme von 250 Euro, pro Anlage höchstens 1000 Euro. Im Bereich der Wirtschaft bestehe das Angebot, zu einem Preis von 700 Euro die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage berechnen zu lassen. Hierbei könnte die Stadt anbieten, Interessenten zu sammeln.

Der Vorschlag der Förderung solcher Anlagen stieß aber nicht bei jedem Ausschussmitglied auf Zustimmung. Hans Buddeberg (FDP) stimmte als Einziger gegen diesen Punkt. "Dem werde ich nicht zustimmen. Das bringt nichts", argumentierte er. Wolfgang Kaiser (Liste Bürgerbeteiligung und Umweltschutz) widersprach dem und meinte, dass man auch mit kleinen Anreizen größere Wirkung erzielen könne. "Das sollten wir versuchen."

Weitere Vorschläge zur Einsparung von CO2 sind Werbung für die Heizchecks der Energieagentur des Schwarzwald-Baar-Kreises, der für 40 Euro angeboten wird, zu machen, eine konsequente Umsetzung der 2012 beschlossenen Energieleitlinien und die Prüfung einer Nahwärmeversorgung in neuen Baugebieten. Von einer sofortigen Umstellung aller Straßenleuchten auf LED riet Bronner allerdings ab. Dies lasse sich, trotz Zuschüsse, wirtschaftlich nicht darstellen und solle nach und nach im Zuge von ohnehin anfallenden Tiefbaumaßnahmen geschehen.