Nur noch vier Wochen, dann fauchen am Rande der Stadt drei Tage lang wieder die 4000 bis 5000 PS starken Gasbrennerdüsen der Heißluftballone. Zum 15. Mal lockt das Internationale Ballonfestival von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. September, nach Bad Dürrheim. So hat alles begonnen.

„Das Jahr 2000 war die Zeit, als mit dem Riderman die Großveranstaltungen nach Bad Dürrheim kamen", erinnert sich Joachim Limberger bei früherer Gelegenheit und erzählt weiter: "So machte man sich Gedanken, was noch möglich sein könnte und kam auf die Idee eines Ballonfestivals." Die Ursprungsidee hatten Guido Rebholz und Siegfried Schmitz, nachdem sie bei einer Veranstaltung Heißluftballons gesehen hatten", sagt Karl-Heinz Hornberger. Siegfried Schmitz war damals Vorsitzender des Turn- und Sportverein Oberbaldingen. Ursprünglich sei angedacht gewesen, das Fest auf die Ostbaar nach Oberbaldingen zu verlagern, weil Dürrheim schon den Riderman hatte, so Hornberger. Diesen Plan habe man dann jedoch wieder verworfen.

Der Routinier Karl-Heinz Hornberger war beim Ballonfestival 12 Jahre für die Tombola zuständig
Der Routinier Karl-Heinz Hornberger war beim Ballonfestival 12 Jahre für die Tombola zuständig | Bild: Sabine Naiemi

Die größeren, für einen Verein eventuell schwierig zu stemmenden Dimensionen, wären absehbar gewesen. Also sei Guido Rebholz bei ihm aufgeschlagen, sagt Karl-Heinz Hornberger. Er war damals Zunftmeister der Narrenzunft und so zudem Festival-Gründungsmitglied. Später kam Richard Bölling dazu, der auf weit mehr als 4000 Ballonfahrten zurückblicken kann. "Die kannten mich alle schon, weil ich im Kurpark öfter mit meinen Heißluftballons gestartet bin", sagt Bölling.

2002 stießen Michael Rebholz und Joachim Limberger dazu und schließlich fand 2003 – organisiert aus Spaß an der Freude – das erste Ballonfestival statt. "Wir haben anfangs natürlich viele Fehler gemacht, aber auch kontinuierlich aus unseren Erfahrungen gelernt", gesteht Hornberger. Er war übrigens von 2003 bis 2015 "Mr. Tombonator" und sorgte in dieser Zeit für eine stets reich bestückte Tombola und einen florierenden Losverkauf.

Joachim Limberger (links) und Michael Rebholz haben beim Internationalen Ballonfestival alle Hände voll zu tun.
Joachim Limberger (links) und Michael Rebholz haben beim Internationalen Ballonfestival alle Hände voll zu tun. | Bild: Sabine Naiemi

Seither hat das Internationale Ballonfestival wetterbedingt wechselvolle Jahre hinter sich. Immer wieder wird am Konzept gefeilt und angepasst, überlegt sich das Team neue Überraschungen für das Publikum. "Das Ballonfestival hat im Laufe der Jahre einen hervorragenden Ruf bekommen. Es ist eines der professionellsten Treffen in Deutschland", sagt Ballonfahrer Bölling. Die Resonanz sei gut. Besonders gern kämen die Ballonfahrer aus der Schweiz. Eine der Festival-Besonderheiten – und damit Erfolgsfaktor – ist die von allen geschätzte familiäre Atmosphäre. "Es passt einfach alles", sagt Bölling.

Mittlerweile zieht das Festival, wenn das Wetter mitspielt, rund 10 000 Besucher an diesen drei Tagen an. Das hatte sich zu Beginn niemand vorgestellt. "Aber das erzeugt natürlich auch einen gewissen Erfolgsdruck", sagen Limberger und Rebholz.

Reporter im Ballon

Werden Sie unser SÜDKURIER Ballon-Reporter und teilen Sie Ihre Eindrücke rund um das Festival mit den Lesern unserer Zeitung und den Nutzern der SÜDKURIER Bad Dürrheim-Facebook-Seite. Höhepunkt Ihrer Berichterstattung wird eine Heißluftballonfahrt mit Ihrer Begleitung. Sie berichten am Samstag, 2. September, etwa zwei Stunden lang auf unserem Live-Blog und auf Facebook von Ihren Eindrücken – vom Festplatz und später aus dem Ballonkorb. Ballon-Reporter zu werden ist ganz einfach: Sie sind mindestens 16 Jahre alt, Facebook-Nutzer, haben ein Smartphone und sind neugierig auf das Geschehen? Dann schicken Sie eine Postkarte mit Ihrem Namen, Alter und Ihrer Adresse an SÜDKURIER, Bickenstraße 19, 78050 Villingen. Mit etwas Glück berichten Sie vom Ballonfestival in Bad Dürrheim. Einsendeschluss: Montag, 21. August.