Mit einem voll besetzten Bus machten sich Mitglieder des Schwarzwaldvereins Bad Dürrheim und Gäste auf zur diesjährigen Wanderwoche am Gardasee. Ziel der von Karl-Heinz und Marlene Glauch vorbereiteten Reise war das idyllisch gelegene Städtchen Torbole an der nördlichen Seespitze. Von hier aus starteten an sechs Tagen alle Touren.

Je nach Kondition, Lust und Laune konnte man sich entscheiden, ob es eine etwas anspruchsvollere Tagestour mit bis zu 740 Höhenmetern sein sollte oder eher eine leichtere Wanderung. Um dies alles zu stemmen, konnte Karl-Heinz Glauch drei erfahrene Reiseleiterinnen zur Unterstützung gewinnen, die abwechselnd einzelne Touren übernahmen und viel über Land und Leute sowie deren bewegte Geschichte zu erzählen wussten.

Monte Baldo als Ziel

Die beeindruckende felsige Höhenformation mit dem Monte Baldo auf der östlichen Seeseite war Ziel mehrerer Wanderungen. Am ersten Tag ging es zum "Warm-Up" auf dem Panoramaweg von Busatte über 387 Eisenstufen mit herrlichen Ausblicken hinab nach Tempesto. Die große Tour am dritten Tag begann mit einer Seilbahnfahrt von Malcesine zur Bergstation des Monte Baldo, auf Saumpfaden hinab zur Malga Trattospino am Scalette–Pass vorbei über den aussichtsreichen Sentiero Ventrar wieder zurück zur Station.

Die Welt der Zitrusfrüchte

Am darauffolgenden Tag führte die Tour mit Karl-Heinz Glauch von Brentino aus auf dem Pilgerweg über mehr als 1000 Steinstufen hinauf nach Spiazzi zur Basilika Madonna della Corona, die wie ein Schwalbennest in die senkrechte Felswand gebaut ist. Der schöne Tag wurde dann noch mit einer Weinprobe bei Bardollino gekrönt.

Der fünfte Tag war zum Relaxen angelegt: Per Schiff ging es mit der Reiseführerin unter anderem nach Limone, wo ab dem 17. Jahrhundert im nördlichsten Anbaugebiet der Welt Zitrusfrüchte in steinernen Gewächshäusern bis ins 20. Jahrhundert hinein in größeren Mengen angebaut wurden. Am Ende des Tages kredenzte die Hotelleitung ein leckeres "Gala-Dinner". Der Abend wurde begleitet von Live-Musik mit Tanz, aber auch vor dem Hotel konnte man an den lauen Spätsommerabenden bei einem Glas "Hugo" noch lange sitzen und sich angenehm unterhalten.

Am sechsten Tag führte die Wanderung von Riva del Garda durch das Ledro-Tal auf dem teilweise noch aus österreichischer Zeit stammenden Ponale-Weg, mit phantastischen Ausblicken, hoch zum 600 Meter höher liegenden Ledro-See.

Zwischenstopp am Reschensee

Mit der Heimreise plus Zwischenstopp am Reschensee endete die Wanderwoche. Im kommenden Jahr geht es wieder vom 16. bis 22. Juni gemeinsam auf Tour, dann in die schöne Pfalz. Hierfür bittet Wanderführer Karl-Heinz Glauch schon jetzt um Anmeldungen, um den Wanderaufenthalt optimal planen zu können.