Die Realschule am Salinensee hat rund 600 Schüler und dadurch naturgemäß auch fast täglich Fälle, in denen sich Schüler verletzen, eine Magenverstimmung eintritt oder ähnliches passiert. Hierfür gibt es neben den geschulten Lehrern auch Schulsanitäter, die im Ernstfall zum Einsatz kommen. Der SÜDKURIER zeigt, wie die Realschule sich dieser Herausforderung stellt.

Vermeintlich einfach, doch im Einzelfall ganz schön knifflig: Der Verband muss sitzen und bestenfalls auch noch gut heben. Auch das bekamen die Siebtklässler beigebracht. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Vermeintlich einfach, doch im Einzelfall ganz schön knifflig: Der Verband muss sitzen und bestenfalls auch noch gut heben. Auch das bekamen die Siebtklässler beigebracht. Bild: Wolf-Wilhelm Adam

Wie wird man Schulsanitäter?

Mit dem Erste-Hilfe-Kurs in der siebten Klasse schaffen die Schüler der Realschule die Voraussetzung, sich als Schulsanitäter in den Schulalltag einbringen zu können. Auf freiwilliger Basis können sich die Jugendlichen bereit erklären, dieses Amt zu übernehmen. Aktuell gibt es in der Realschule zehn Schulsanitäter.

Was sind die Voraussetzungen?

Ganz klar gehen die schulischen Leistungen vor. Wenn diese stimmen, dann steht dem Job als Schulsanitäter nichts im Weg. „Da die Jugendlichen auch während des Unterrichts zu Notfällen gerufen werden, müssen sie den verpassten Stoff nachholen“, erklärt Josua Papke, der zuständige Lehrer für den Schulsanitätsdienst. Holen sie den verpassten Stoff problemlos und bereitwillig nach und passen die Noten, dann steht einem Einsatz nichts im Wege.

Wie ist der Schulsanitätsdienst geregelt?

Es gibt Dienstpläne, in denen die zehn Schüler eingeteilt sind. Jeder hat, sofern er Dienst hat, ein Funkgerät bei sich und kann jederzeit angefunkt werden. Das Sanitätszimmer ist in jeder Pause besetzt. Somit steht immer mindestens ein ausgebildeter Schüler für den Notfall zur Stelle.

Was für Notfälle können das sein?

Am häufigsten treten Schürfwunden und Beulen auf. Übelkeit, Bauchschmerzen oder Kopfweh sind ebenso oft vertreten und werden von den Schulsanitätern fachgerecht behandelt. Im Ernstfall stehen natürlich auch immer Lehrer zur Verfügung, die sich mit einbringen können.