Die Schützengemeinschaft hat nach ihrer jüngsten Hauptversammlung eine neue Führungsspitze: Oberschützenmeister Karl Rottler stellte sich nach 13 Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl, seine Nachfolgerin ist Nicole Isele, bisher Geschäftsführerin/Schriftführerin, die im Verein groß geworden ist. Ihren Posten hat nun Petra Böhnisch inne. Auch für Schießleiter Marcus Vosseler und Beisitzer Hartmut Rothfuß verliefen die Wahlen unkompliziert. Neu im Kreis der Beisitzer ist Andreas Eidling und auch Karl Rottler stellt als vierter Beisitzer dem Verein weiter seine Tatkraft zur Verfügung. Andreas Göbel ließ sich breitschlagen, ein Jahr kommissarisch als Schützenmeister zu wirken.

Karl Rottler nutzte seinen letzten Bericht für einen, schon auch etwas wehmütigen Rückblick. Was einmal übergangsweise geplant war, lief so viele Jahre auf hervorragende Weise. Viel hat der Verein in dieser Zeit bewirkt. Seinerzeit übernahm Rottler das Amt des Oberschützenmeisters kommissarisch, die seinerseits ursprünglich einmal vorgesehenen fünf bis sechs Jahre verdoppelten sich. Er könne sich noch an diese bewusste Versammlung erinnern, berichtete er, die damals nachts irgendwann unterbrochen werden musste. Zwei Meilensteine setzte der Verein unter der Führung Rottlers. Schießstand und Gastronomie wurden hergerichtet. Dafür schulterte der Verein mehr als 200 000 Euro. Die Mitgliederzahl hätte sich dagegen im Laufe dieser Jahre halbiert, resümierte der scheidende Oberschützenmeister. Als Gründe für seinen Rücktritt gab Karl Rottler eine berufliche Umstellung an. Seine neuen Dienstpläne ließen sich nur schlecht auf die Erfordernisse des Vereins abstimmen, auch gesundheitliche Gründe erwähnte er.

Es gelte auch künftig, das Überleben des Vereins zu sichern, verstärkt Mitglieder zu werben. Großes Thema bleibt weiterhin die Verpachtung des Schützenheimes. In den vergangenen Jahren gestaltete sich dies sehr schwierig, aber, so ließ sich vernehmen, könnte bald eine Änderung anstehen.

Schwierig habe sich die Kassenprüfung für das Jahr 2014 gestaltet, berichtete Frank Obrowski, da die Unterlagen nur lückenhaft vorhanden waren. Es wurde jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine Unregelmäßigkeiten zu verzeichnen gab. So wurde dann auch der Vorstand für 2014 entlastet, ebenso für 2015. Für die Zukunft bitte er darum, so Obrowski, dass der Kassiererin zeitnah Belege weitergereicht werden.

Größere bauliche Herausforderungen würden sich derzeit nicht abzeichnen, erklärte Nicole Isele beim Ausblick. Die eine oder andere Instandhaltung stehe an, ansonsten sei alles zufriedenstellend. Zum 1. Mai öffnet das Schützenheim von 11 bis 18 Uhr seine Türen und bewirtet nicht nur hungrige Wanderer. Kurz darauf folgt am Vatertag, dem 5. Mai, das Schlachtfest. Hierfür ist noch tatkräftige Unterstützung willkommen. Gut besucht mit rund 20 Personen ist immer der Seniorenstammtisch. „Aber da ist durchaus noch Luft nach oben“, meinte die neue Oberschützenmeisterin.

Ihre erste Amtshandlung war eine besonders schöne. Sie heftete den zwei Vereinsurgesteinen Siegfried Reuter und Rudolf Schill für 50-jährige Vereinszugehörigkeit Ehrennadeln in Gold ans Revers. „Ihr habt über die Rundenwettkämpfe hinaus tatkräftig unter Beweis gestellt, dass ihr aktive und erfolgreiche Sportschützen seid“, wurden die beiden Männer gewürdigt.


Schützengemeinschaft

Die Schützengemeinschaft wurde 1926 gegründet, die Wiedergründung nach dem Krieg war ab 25. Oktober 1963 im Parkhotel Kreuz unter der Leitung von Schneidermeister Josef Dehner. 1965 wurde mit dem Bau der Schießstätte im Roten Grund begonnen. Im Kurpark befindet sich außerdem eine wettkampffähige Bogensportanlage. Das Jugendtraining findet Donnerstagabends statt.

Informationen im Internet:

www.schuetzengemeinschaft-badduerrheim.de