Die 1250-Jahr-Feier von Baldingen wirft ihren Schatten voraus. Und das nicht erst seit Kurzem, sondern seit fast zwei Jahren. So lange ist es her, dass sich verschiedene Arbeitsgruppen gebildet haben, die das große Festwochenende vom 5. bis 7. Juli, organisieren. Der SÜDKURIER stellt diese Arbeitsgruppen in einer losen Folge vor. Heute geht es um den zentralen Einkauf, Vereine und Bewirtung.

Hans Lohrer und Wolfgang Baur sind die Leiter dieser Arbeitsgruppe, die ursprünglich aufgeteilt war. „In einem von „Marktleiter“ Jürgen Wenzler erstellten Lageplan sind alle teilnehmenden Vereine eingetragen, die Handwerkerstände, das Festzelt, die Parkplätze und alles, was an Infrastruktur für solch ein Fest von Nöten ist“, berichtet Hans Lohrer.

Was bei solch einer Planung alles zu beachten ist und welcher Aufwand dahintersteckt, kann eigentlich nur jemand überblicken, der sich intensiv mit der Organisation eines solchen Festes auseinandersetzt. Hans Lohrer spricht von großen Strom-Aggregaten, die eingesetzt werden, damit das Stromnetz nicht überlastet wird. Wasser und Abwasser müssen geregelt sein, damit Hygiene-Vorschriften eingehalten werden können. Rohre sind zu verlegen, WC-Anlagen müssen platziert und Parkplätze müssen ausgewiesen werden. Eine andere Arbeitsgruppe beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit dem Thema Sicherheit, worüber wir noch berichten werden.

Die Abstimmung mit den beteiligten Vereinen steht mit an oberster Stelle. Wer bietet welche Speisen an, wie müssen diese platziert werden, damit ähnliche Angebote nicht direkt nebeneinanderstehen, wo müssen die Spülstände aufgestellt werden? In unzähligen gemeinsamen Sitzungen ging es um Pfandsysteme, Umweltverträglichkeit des eingesetzten Geschirrs oder auch Verteilung der Mitarbeiter. Lohrer: „Bei einem Fest dieser Größe bedarf es enorm vieler Abstimmungen. Abläufe müssen bis ins kleinste Detail besprochen werden, damit dann wirklich alles funktioniert.“

Wolfgang Baur, der hauptsächlich den zentralen Einkauf koordiniert, berichtet über Gespräche mit der Fürstenbergbrauerei und Bad Dürrheimer Mineralbrunnen. Hier werden Sonnenschirme, Stehtische, Theken, Biergarnituren, Gläser und vieles mehr zur Verfügung gestellt, dessen Bedarf ebenfalls zu koordinieren ist. Ebenso ist die Getränkeausgabe aus dem zentralen Kühlwagen ein riesiger logistischer Aufwand. „Jeder Verein wird separat abgerechnet. Also muss klar nachvollziehbar sein, wieviel Kisten an wen rausgegeben werden“, erklärt Baur. Auf den zentralen Spüldienst können alle zugreifen. „Die Vorarbeit ist gemacht. Jetzt muss beim Fest alles wie ein Uhrwerk ineinandergreifen und harmonieren“, so Baur.

Eine Sache gibt es jedoch, die beiden Gruppenleitern aktuell massiv Sorge bereitet: „Uns fehlen noch viele Helfer“, betont Hans Lohrer. Allein für den Zeltaufbau am 28. Juni, werden ab 14 Uhr mindestens ein Dutzend Helfer vor Ort benötigt. Am 5. Juli müssen 200 Biergarnituren aufgestellt und „tausend andere Sachen“ erledigt werden, unter anderem die Umzäunung des Geländes. Vom Abbau am 8. Juli ist dabei noch gar nicht die Rede. „Wir brauchen pro Tag mindestens 20 bis 30 Helfer. Bisher haben wir leider erst sieben feste Zusagen“, so Lohrer.

Wichtig wären außerdem Traktoren oder Transporter, für den An- und Abtransport der Dinge und Gerätschaften. „Jeder, der helfen kann und will, ist hier willkommen“, betont die Gruppenleiter. Interessierte können sich im Service-Center Ostbaar melden.