Es ist 15.20 Uhr da trudelt der erste Oldtimer am Rathausplatz ein. Ein Fiat 124 Spider aus Bern in der Schweiz, feuerrot und gut in Schuss. 1966 wurde das Modell erstmals vorgestellt, erklärt Detlef Krehl, der schon seit rund 30 Jahren an Strecken wie dem Hockenheim- oder dem Nürburgrring Rennen, aber auch Rallyes wie die Rothaus Schwarzwald Classic, die am Dienstagnachmittag durch Bad Dürrheim führt, moderiert. Nach und nach folgen dem Fiat weitere internationale Modelle, Chevrolet und Cadillac aus Amerika, Triumph aus England, Alfa Romeo und Fiat aus Italien, die Deutschen, Volkswagen und Porsche. Die Palette ist groß und Krehl, der aus Essingen bei Landau in der Pfalz kommt, kennt sie alle. Er ist ein Kenner alter Autos, das merkt auch Monika Maier aus Villingen, die am Rand steht und schaut, was für Fahrzeuge präsentiert werden. Die 50-Jährige besitzt selbst mehrere Oldtimer, alles Amerikaner, die Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre gebaut wurden, wie sie verrät. Darunter ist ein Ford Mustang oder ein Chevrolet Chevelle.

Der VW Bulli TS Sondermodell des Solemar aus dem Jahr 1979 hatte ein Heimspiel. Eddie Schoch und Christian Bauer fuhren am Dienstag auf dem Rathausplatz vor.
Der VW Bulli TS Sondermodell des Solemar aus dem Jahr 1979 hatte ein Heimspiel. Eddie Schoch und Christian Bauer fuhren am Dienstag auf dem Rathausplatz vor. | Bild: Stauder, Anna-Lena

Solemar-Bus fährt vor

Ist ein Auto über 30 Jahre alt, zählt es zu den Oldtimern, so auch der VW Bulli TS Sondermodell des Welness-Center Solemar aus dem Jahr 1979. Er hatte ein Heimspiel. Eddi Schoch und Christian Bauer fuhren in ihm auf dem Rathausplatz vor, auch einige Mitarbeiter der Kur- und Bäder waren zum Fotografieren vor Ort. Für die beiden dürfte zumindest eine der zwei Fragen, die für die Weiterfahrt gebraucht wurden, ein Kinderspiel gewesen sein. Gefragt wurde, wann Bad Dürrheim zur Stadt wurde. Auch Franziska Munz und Lisa Otto, die beim Veranstalter Retro Promotion aus Renningen im Landkreis Böblingen ein Duales Studium absolvieren und mit von der Partie waren, fotografierten, was das Zeug hielt. "Jedes Auto hat einen eigenen Charme und eine eigene Geschichte, das gefällt mir an der Rallye", sagt Lisa Otto. Die 24-Jährige hegt generell ein Interesse für Autos. Munz schätzt, dass viele Fahrer aus der Schweiz, aber auch von der Südlichen Weinstraße, Bingen am Rhein oder dem Siegerland in den Schwarzwald kommen, weil die Landschaft sehr abwechslungsreich sei. Es gäbe Steigungen, Kurven, aber auch weite Felder und zum Abschluss eines Tourentages Schwarwälder Küche.

Aus Zürich sind zwei Fahrer mit ihrem Cadillac Allanté gekommen.
Aus Zürich sind zwei Fahrer mit ihrem Cadillac Allanté gekommen. | Bild: Stauder, Anna-Lena