Vierzehn Gruppen engagieren sich unter dem Dach des Generationentreffs Lebenswert mittlerweile und das muss koordiniert werden. Sabine Armborst, die seit April 2017 halbtags in der Geschäftsstelle des Vereins sitzt, bekommt daher ab sofort Unterstützung von einer jungen Dürrheimerin, die den Verein für ein Jahr als Bundesfreiwillige (Bufdi) unterstützen wird. Alisa Greguric hat sich auf die Bundesfreiwilligen-Stelle, die der Verein ausgeschrieben hat, beworben. Am Montag hat die 18-Jährige ihren Dienst, der auf ein Jahr begrenzt ist, angetreten.

Ursprünglich war der Dienstbeginn schon für den 1. Juli oder den 1. August angedacht. Denn der Verein braucht dringend Unterstützung in der Organisation von Veranstaltungen und Projekten. "Wir haben gemerkt, wir schaffen es ohne Bundesfreiwilligen nicht", sagt Wolfgang Götz vom Vereinsvorstand. Auch für die Pflege der Homepage könnte Greguric Verantwortung übernehmen. Durch die Aufnahme in das Bundesförderprogramm Mehrgenerationenhaus Anfang 2017 sind administrative Aufgaben hinzugekommen.

Bereits dreimal war ein Bufdi von dem Verein eingestellt worden. Greguric ist die erste Bundesfreiwillige, davor waren es immer junge Männer, die die Aufgabe übernommen haben. Liebevoll wurde sie aus ihrem Umfeld schon "Bufdinchen" genannt, erzählt die junge Frau, die bis vor ein paar Wochen noch am Wirtschaftsgymnasium in Villingen die Schulbank gedrückt hat. Greguric entschied sich, die Schule nach dem 12. Schuljahr zu verlassen. Von einem Freund ist sie auf den Dienst beim Generationentreff aufmerksam gemacht worden. Ihr gefiel der Gedanke, den Verein ein Jahr lang zu unterstützen, etwas Soziales zu machen. Mit dem Abschluss des Bundesfreiwilligen-Dienstes im nächsten Jahr hat sie dann das Fachabitur in der Tasche. Das praktische Kennenlernen von Berufsfeldern ist Pflicht, um das Fachhochschulreife nach Schulabschluss in Klassenstufe 12 zu erlangen.

Pläne für die Zeit nach dem Dienst hat die 18-Jährige auch schon gemacht. Sie würde gerne eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau beginnen. Der Eventbereich interessiert sie und da ist sie auch im Generationentreff gefordert, der über das ganze Jahr verschiedene Programmpunkte anbietet und bewirbt. "Gerade in diesem Bereich können wir viel Unterstützung brauchen", sagt Angelika Strittmatter vom Vorstand. Sie und ihre Vorstandskollegen freuen sich besonders darüber, mit Greguric eine waschechte Bad Dürrheimerin als Unterstützung zu bekommen, die die Stadt kennt.

Alisa Greguric ist die Tochter von Andrea Greguric, die den Vorsitz des Sportausschusses innehat und wie ihre Tochter im Turnerbund aktiv ist. Außerdem ist sie Mitglied im Blasorchester. "Ich finde es wichtig, Generationen zu verbinden und hier einen Anlaufpunkt zu haben", sagt Greguric, der es auch wichtig ist, sich in der Arbeit mit anderen Vereinen zu vernetzen. Mit der Hilfe der 18-Jährigen kann der Generationentreff auch seine Öffnungszeiten auf 8 bis 17 Uhr erweitern.

Staatssekretärin kommt zu Besuch

Ein großes Projekt, das "Quartier 2020", steht in der nächsten Zeit im Zentrum der Vereinsarbeit. Am Donnerstag wird sich Staatssekretärin Bärbl Mielich über die Fortschritte im vom Verein angeschobenen und von der Stadt aufgenommenen Demografieprozess informieren. Angelika Strittmatter macht klar, dass dafür die Beteiligung aus der Bevölkerung unabdingbar sei und die Alterung der Gesellschaft alle anbelange. "Wir können einen Prozess nur gemeinsam in die Wege leiten", bekräftigt auch ihr Mitstreiter Wolfgang Götz.