Für die Kurstadt war der Sonntag ein gigantischer Tag, neben dem Pfännle war auch der zweite Naturparkmarkt Anziehungspunkt für die Massen. Das Motto des Naturparkmarktes Schwarzwald „Schmeck den Süden“ war Programm. An allen Ecken und Enden gab es etwas zu probieren. Der Bad Dürrheimer Naturparkmarkt ist mit den 65 Ständen der größte.

Das Angebot der heimischen und regionalen Anbieter reichte über Liköre, Brände, Essig, Marmeladen, ungewöhnlichen Senfkreationen, über Käse, Brot, Öle, Honig, bis hin zu Seifen, Kräutern, Tees und über Filzprodukte, Holzschnitzarbeiten, Töpferwaren, kunsthandwerkliche Produkte, handgefertigte Alltagsgegenstände bis hin zu Schwarzwälder Whiskey mit den Geschmacksvarianten Gerstenmalz, Weizenmalz, auch mit Karamell oder Sorghum-Malz, Einkorn, Grünkern, Hirse und Buchweizen passen nicht nur in die Küche, sondern auch gebrannt ins Glas. Man konnte sich also bei diesem Markt für alle Sinne von A bis Z durchprobieren.

Von den Besuchern wird der Naturparkmarkt geschätzt, weil sie hier die Möglichkeit haben, mit den Erzeugern direkt in Kontakt zu kommen, auch mal zu sehen, wer denn hinter der Hausmacher-Wurst, dem Käse, oder all den anderen Angeboten steckt. Die Aussteller waren auch recht zufrieden, obwohl es an diesem Spätsommer-Sonntag fast zu heiß war. Dann sinke die Kauflust der Marktbesucher, sagte einer der Aussteller. Also könne man nicht den Tag vor dem Abend loben, denn viele schlenderten tatsächlich nur durch, um zu schauen. Aber es gibt auch viele Besucher, die große Einkaufstaschen dabei hatten, um sich gezielt mit den verschiedensten Dingen einzudecken.

Auch die Information kam auf dem Naturparkmarkt nie zu kurz. So war der Verein Wildwege mit dem Thema Wildtiere und Mensch in der Kulturlandschaft vertreten, stark frequentiert war der Stand Naturschutz-Großprojekt Baar vom Landratsamt. Hier ist immer das Landschaftsmodell vom Naturschutzgebiet für die Besucher interessant. Daneben konnte man sich selbst sein Kräutersalz fertigen, oder mal am Modell ausprobieren, wie es sich anfühlt, eine Kuh zu melken. Sehr unterhaltsam war das Rätsel des Naturparks Südschwarzwald, in welchem Fragen gestellt werden wie Warum darf man im Feldbergsee nicht baden? Wie groß ist das Loipennetz im Naturpark? Was ist ein Hosentaschenranger?

Der Strom an Menschen setzte sich durch den verkaufsoffenen Sonntag fort bis ans Ende der Friedrichstraße. Dort stöberten die Menschen in aller Ruhe durch die Geschäfte, bummelten mit einem Eis in der Hand an den Schaufenstern vorbei. Die Geschäfte gaben sich alle Mühe, ihre Kundschaft zu verwöhnen und in den Cafés waren frei Plätze rar. Den Endpunkt der geöffneten Geschäfte stellte das ehemalige Reisebüro von Patricia Löw dar. Zahlreiche Blumentöpfe wurden in das Reisebüro getragen, denn Patricia Löw nahm nach insgesamt zehn Jahren Reisebüro in der Innenstadt ihren Abschied. Sie übergab das Reisebüro gestern offiziell den beiden neuen Eigentümerinnen.