Bei der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag steht erneut die Kreuzung der B27/B33 auf der Tagesordnung. Die Stadt wurde im Rahmen der Planungen zum Ausbau dieses Knotenpunktes vom Regierungspräsidium angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Der Ausbau dieses Bereiches zur Entlastung der Verkehrssituation ist für 2020 vorgesehen. Die Frage wird sein: Ist das überhaupt realisierbar?

  • Das Problem: Seit mehr als 15 Jahren verschärft sich hier die Verkehrssituation, die Abbiegespur von Villingen her Richtung Schwenningen/Deißlingen ist zu kurz, die Verkehrsbelastung mit 50 000 Fahrzeugen und 4000 Lkws täglich extrem. Die Folge: zu Stoßzeiten und besonders auch an Einkaufstagen am Wochenende staut sich der Verkehr von und zu allen Seiten hin oft kilometerweit.
  • Das Vorhaben: Der Knotenpunkt soll mit einer weiteren Linksabbiegespur von Villingen her Richtung Schwenningen/Autobahn/Gewerbegebiet ausgebaut werden, um die Situation zu entschärfen. Von der Scheffelstraße aus Richtung Rottweil/Gewerbegebiet soll ein weiterer Fahrstreifen bis zum Knotenpunkt an der Robert-Bosch-Straße (Gewerbegebiet) eine bessere Entflechtung der Verkehrsströme generieren. Im Zuge dessen soll parallel eine – seit langem gewünschte – direkte Einfahrt zum Kaufland-Gelände eingerichtet werden. Aus Sicht des Straßenbaulastträgers wäre auch eine neue Ausfahrt auf die B27 Richtung Rottweil möglich.
  • Der Plan: Seitens des Regierungspräsdiums ist angedacht, dass 2019 sämtliche Planungen und die hierfür notwendigen Gutachten erstellt werden, so dass die Umbaumaßnahme 2020 operativ umgesetzt werden kann. Die Stadt ihrerseits hat die Möglichkeit, auf eine eng verzahnte Abstimmung zu drängen, um sich eventuell ergebende Synergien parallel abarbeiten zu können. Im Wesentlichen geht es dabei um das planungsrechtlich zu sichernde Bebauungsverfahren bezüglich der Zu- und Ausfahrtsituation beim Kaufland. Eine weiterführende Planung seitens Kaufland liegt momentan noch nicht vor.
  • Die große Frage: Eigentlich war geplant, die Umbaumaßnahmen in 2020 umzusetzen. Nun hat sich allerdings eine neue Situation ergeben, durch die dieser Entschluss kippen kann. Da das Regierungspräsidium beschlossen hat, die Sanierung der B33 auf Höhe Villingen auf einer Strecke von vier Kilometern von 2019 auf 2020 zu verschieben, stellt sich nun die Frage, ob parallel dazu überhaupt der Knotenpunkt B27/B33 umgebaut werden kann oder soll.
  • Nicht weit genug gedacht: So schön es klingt, dass nach so vielen Jahren sich endlich etwas tut, wird bei den ganzen Planungen mit keinem Wort die Abbiege- und Einfahrtssituation von der B33 Richtung Marbach/Brigachtal erwähnt. Durch den starken Verkehr in beide Richtungen resultieren auch an dieser Stelle massive Rückstaus mit oftmals langen Wartezeiten – und daraus entstehenden Verspätungen im öffentlichen Personennahverkehr. Diese Situation wird nicht durch die neue Abbiegespur entschärft.