Farbige Lichtkegeln wiesen den Besuchern den Weg mitten ins Geschehen des vierten Lichtermeers im Solemar und ließen sie sofort eintauchen in eine beeindruckende Traumwelt. Was schnell auffiel: Badegäste jeden Alters hatten den Weg in die Therme gefunden und ließen sich von ihrer Schrumpelhaut nach so vielen Stunden im Wasser nicht stören.

"Der Charakter des Abends ist beim Lichtermeer ein ganz anderer", skizzierte Eventmanager Peter Kroschinsky den Unterschied zur Karibischen Nacht. Während es bei der Karibik Nacht darum gegangen sei, die Leute mit heißen Rhythmen in Fahrt zu bringen, liege der Fokus beim Lichtermeer auf Entspannung, Wohlfühlen, Wärme und einen langsamen, genussvollen Übergang vom Herbst in den Winter.

Trotz regen Treibens im gesamten Thermebereich ließ es sich hervorragend dümpeln. Wem die Laune nach Aquafitness stand, konnte mit Besuchern von Alt bis Jung und jünger mit leuchtenden Hanteln und unter fachkundiger Anleitung sporteln. Kurz darauf erwartete die Besucher schon mit der Lichtshow-Jonglage der nächste Programmpunkt. Im abgedunkelten Solemar wirkten die Lichtreflexe magisch. Gebannt folgten die zahlreich anwesenden Kinder und Jugendlichen dem Geschehen.

Besonderer Anziehungspunkt war die Cocktailbar: Bunt dekorierte Getränke wurden dort dargeboten, selbstverständlich auch alkoholfrei. Hungrige hatten die Wahl zwischen satt gefüllten Hot Dogs im New York City-Stil oder Rinderhacksteak, ganz nach Belieben auch mit Sauerkraut und Salsa.

"Adagioakrobatik ist eine besondere Form der Kraftakrobatik in Zeitlupe", kündigte Peter Kroschinsky den nächsten Programmpunkt an. Das Akrobatikduo "Nos Ipsi" (auf deutsch: wir selbst) aus dem niedersächsischen Adensen bei Hildesheim verblüffte mit einer – allein schon aufgrund der Temperaturen – schweißtreibenden Show. Zu gefühlvoller Musik erstaunte das Artistenpaar mit seinen tatsächlich erstaunlich langsam ausgeführten akrobatischen Figuren und zog die Zuschauer mit seiner Körperbeherrschung in den Bann. Das Publikum zollte es den Künstlern schließlich mit lauten Ausrufen der Begeisterung und Applaus.

Zum Auftritt der Jongleure des Ensembles Flight Club mussten sich die Badegäste nach draußen begeben. Auch dort erzeugten beleuchtete Kegel und Lichteffekte eine einzigartige, eine magische Stimmung im Dunkeln. Besucherin Meike Buttgereit aus Waldenbuch bei Böblingen war begeistert. "Es ist voll cool hier, so etwas habe ich bei uns noch nicht erlebt." Speziell für diesen Abend haben viele der Gäste einen längeren Anfahrtsweg in Kauf genommen.

Einen Abend ganz in ihrem Sinne machte sich auch ein Seniorenpaar aus St. Georgen: Während das Ehepaar in Ruhe entspannte, machte sich ihre Enkelin im Bad auf Erkundungstour. Währenddessen folgte ein weiterer atemberaubender Auftritt von professionellen Artisten: Mit einer atemberaubenden Feurshow-Jonglage setzte Flight Club zum Schluss den Höhepunkt des Abends.