Um aufwändige Erneuerungen durchführen zu können, wird nach 34 Jahren die Solemar-Therme das erste Mal tatsächlich für mehrere Tage geschlossen. Bisher konnten über die ganzen Jahre hinweg alle bisherigen Reparaturarbeiten parallel zum laufenden Betrieb oder außerhalb der Öffnungszeiten umgesetzt werden. Dem ausgeklügelten Sanierungs- und Reparaturplan verdankt das Herzstück der Stadt seinen immer noch hervorragenden Zustand. Doch die jetzt vorgesehenen Maßnahmen erfordern ein anderes Vorgehen. Die Gesamtinvestition hierfür liegen bei etwa 1,2 Millionen Euro netto.

Das Wellness- und Gesundheitscenter Solemar wird im Mai wegen Sanierungsarbeiten teilweise für eine Woche geschlossen sein. Bild: Hans-Jürgen Götz
Das Wellness- und Gesundheitscenter Solemar wird im Mai wegen Sanierungsarbeiten teilweise für eine Woche geschlossen sein. Bild: Hans-Jürgen Götz

Allerdings ist die gesamte Einrichtung nur an einem Tag komplett geschlossen. Und zwar wird das am 11. Mai sein, da an diesem zur Netzwerkumstellung stattfindet und zwar in der ganzen Kur- und Bäder GmbH (KuBä).

Ab Dienstag, 12. Mai, können die Sauna- und Therapiebereiche, das Wellnesscenter, die Totes-Meer-Salzgrotte, das Fitness im Solemar sowie die Boutique und Gastronomie, wieder normal benutzt werden. Lediglich der Thermenbereich mit den Becken bleibe geschlossen, so Kur- und Bäder-Geschäftsführer Markus Spettel.

Der Ablaufplan in der Therme sieht folgendermaßen aus: Am Sonntag, 10. Mai, werden nach Badeschluss die Becken entleert. Am Montag, 11. Mai, beginnen die Sanierungsarbeiten und der Abriss des Duschblocks. Am Freitag, 15. Mai, werden die Becken wieder befüllt und am Sonntag, 17. Mai wird mit der Einjustierung der Badewassertechnik und Endreinigung begonnen.

Ziemlich viel Arbeit

Geplant ist die Sanierung der Schleuse zum Außenbecken, die Erneuerung der Reinwassereinläufe im Innen- und Außenbecken, die Sanierung aller Fugen in der Überlaufrinne, der Austausch der Badewasserklappen für das Innen- und Außenbecken (in Eigenleistung), die Erneuerung der Badewasserfilter im Soleintensivbecken.

Parallel dazu erfolgen sämtliche Maler- und Fliesenarbeiten, die Sanierung der Treppe zur Empore, die Stützensanierung und Erneuerung der Fensterfronten. Im zweiten Duschblock für Damen und Herren im Badebereich beginnt der Umbau (Abriss). Weiter werden alle Becken sowie die gesamte Anlage einer Grundreinigung unterzogen. Neben der Netzwerkumstellung für die gesamte KuBä erfolgt die Umstellung auf ein neues Kassensystem, ebenfalls für die gesamte KuBä.

Das neue Kassensystem wird parallel zum Gästebetrieb installiert. Hier könne es in verschiedenen Bereich zu kurzfristigen Einschränkungen kommen warnen Solemar-Bereichsleiter René Keller und Markus Spettel.

Therapiebereich ist umgebaut

Der Therapiebereich im Gesundheitszentrum Solemar, wurde bereits innerhalb von vier Monaten neu strukturiert und umgebaut, lässt die KuBä wissen. Alle Bereiche im Therapiezentrum wurden zusammen mit ihren Angeboten, durch die Projektleiterin Sybille Erath-Gehrke, räumlich gebündelt. Durch eine völlig neu gestaltete Raumaufteilung, entstand eine zentrale Anmeldung, eine Rezeptterminierung, Räumlichkeiten für die Patientenaufnahme und ein lichtdurchfluteter Ruheraum – alle ebenerdig zugänglich.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Therapiezentrums, der Technik, der Hauswirtschaftsabteilung mit Geschäftsführer Markus Spettel und Projektleiterin Sybille Erath-Gehrke haben erfolgreich den Umbau des Therapiezentrums gewuppt. Bild: Kur- und Bäder GmbH
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Therapiezentrums, der Technik, der Hauswirtschaftsabteilung mit Geschäftsführer Markus Spettel und Projektleiterin Sybille Erath-Gehrke haben erfolgreich den Umbau des Therapiezentrums gewuppt. | Bild: Kur- Und Bäder Gmbh

In Form- und Farbgebung sowie den dekorativen großen Bildern aus der Natur- und Tierwelt, werde schon beim Eintreten ein angenehmes Gefühl vermittelt, erklärt Spettel. Dank kooperativer Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Haustechnik, der Hauswirtschaftsabteilung und all der Bereiche, die durch den Umbau betroffen waren sowie den regionalen Fachfirmen, habe die Neugestaltung ohne Schließzeiten, innerhalb der geplanten Zeit, fertiggestellt werden können.

Verbesserter Zugang und Lehrküche

Zudem wurde die Pflasterung des Weges zum Gesundheitszentrum verbreitert und neu verlegt. Besucher und Mitarbeiter haben somit einen bequemen und durch die elektronischen Schiebetüren, barrierefreien Eintritt in das Gesundheitszentrum. Im Gesamtbudget von rund 100 000 Euro war auch eine Lehrküche eingeplant, in der nun Reha-Patienten die alltäglichen Arbeiten im Haushalt üben können, um in den verschiedenen Bewegungsabläufen wieder Sicherheit zu erlangen. „Ein gelungener Umbau mit großem Mehrwert für unsere Gäste, Patienten und Mitarbeiter“, freut sich Kurgeschäftsführer Spettel.

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