Es ist ein warmer Augustabend in Bad Dürrheim, eine Woche vor dem alljährlichen Ballonfestival. Die Gänge der Galerie Hotel am Solegarten sind voller Menschen: Man begrüßt sich herzlich, kommt ins Gespräch und betrachtet die Kunstwerke, die an den Wänden hängen. Passend zum anstehenden Festival heißt das Thema der Ausstellung Ballonfahrt und Feuerwerk. Hierzu präsentieren zehn Künstler des Bad Dürrheimer Kunstvereins seit dem 11. August ihre Werke, an diesem Freitagabend lädt der Verein zur Vernissage.

„Es sind über 40 Werke, die wir dieses Jahr ausstellen“, sagt Barbara Pöhle, die die Themenausstellung organisiert hat und selbst mit ihren Werken vertreten ist. Bereits vor zwei Jahren hatten Kunstschaffende des Vereins zum gleichen Thema ausgestellt. „Uns begegnen ein paar Kreationen wieder, andere dagegen sind neu“, so Pöhle. Die Wiederholung findet sie nicht schlimm, im Gegenteil: „Wir können hier Bilder wiederentdecken und uns darüber freuen, wie wir uns auch jährlich über die wiederkehrenden Ballons freuen.“

Ganz im Zeichen der Ballonfahrt stehen auch das Grußwort von Heinrich Glunz, dem stellvertretenden Bürgermeister von Bad Dürrheim, und die Rede des Ballonfahrers Richard Bölling. Dieser gibt den zahlreich erschienenen Gästen einen Einblick in die Geschichte und Funktionsweise von Heißluftballons und beantwortet hierzu Fragen der Besucher.

Auf eine, wie er es selbst nannte, „assoziative Gedankenfahrt“, nimmt Peter-Lutz Pöhle, Ehemann der Organisatorin, die Gäste der Vernissage mit. Der Dichter und Fotograf ist mit seiner assoziativen Fotolyrik auch einer der zehn ausstellenden Künstler. Seine Aufnahmen halten Momente eines Feuerwerks fest: Die Farbexplosionen sind in ihrer Bewegung gewissermaßen eingefroren, ein Teil der Fotografien wird außerdem nachträglich digital verändert.

Die verschiedenen Herangehensweisen der Künstler an das Thema Ballonfahrt und Feuerwerk kommen bei den Gästen gut an. „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Bilder“, sagt Besucherin Werngard Richter. Sowohl moderne als auch klassische Werke seien dabei, es gehe von der Fotografie bis hin zur Malkunst. „Die Bilder strahlen eine Harmonie aus“, so Richter. Ähnlich empfindet auch Barbara Pöhle beim Betrachten der Werke: „Es stellt sich das Gefühl des Schwebens ein, die Bilder strahlen Leichtigkeit aus und man kommt weg von der Schnelligkeit des Alltags.“ Noch bis zum 20. September können Interessierte die Ausstellung zu den gängigen Öffnungszeiten des Hotels am Solegarten, Luisenstraße 14, besuchen.