Ein Duft von Oregano, Thymian und Pfefferminz liegt in der Luft. Das Ganze dann noch gepaart mit dem wunderschönen Antlitz von Gladiolen, Sonnenblumen und Dahlien ergibt wunderschöne Sträuße, die am Festtag Mariä Aufnahme in den Himmel von den Landfrauen Unterbaldingen gebunden werden. 70 bis 80 dieser Sträuße entstanden in der traditionellen Gemeinschaftsaktion durch die Hände von einem guten Dutzend Landfrauen am Donnerstagmorgen.Sie werden beim Festgottesdienst in der St. Gallus-Kirche geweiht und nach dem Gottesdienst gegen eine Spende an die Gemeindemitglieder übergeben. Die Sträuße gelten allgemein hin als Schutz und Segen bringend. Die Kräuter und Blumen stammen von Wald und Flur, genauso aber auch aus den Gärten der Landfrauen. Schon seit mehr als 25 Jahren besteht dieser Brauch, bei dem die Frauen zu Ehren der Gottesmutter Maria diese herrlich duftenden, bunten Sträuße binden. „Wir spenden die Einnahmen dann immer wieder für gemeinnützige und gute Zwecke“, erläutert die Sprecherin der Landfrauen, Heidi Baumann. Dieses Mal ist das Geld für die Kinderkrebsnachsorgeklinik in Freiburg vorgesehen. Die Landfrauen in Unterbaldingen bestehen seit dem Jahr 1971 und haben aktuell 62 Mitglieder. Die jüngste bei der Aktion am Donnerstag war die vierjährige Martha, die Älteste war die 83-jährige Maria. „Es ist die Gemeinschaft aus Jung und Alt, die uns zusammenhält und vieles bewirken lässt“, sagt Heidi Baumann. wwa/Bild: Wolf-Wilhelm Adam