Zu viele kostenintensive Maßnahmen stehen für die Schützengemeinschaft an, sodass nicht alle anstehenden Baumaßnahmen in 2019 umgesetzt werden. Darin zeigte sich die Vorstandschaft bei der Jahreshauptversammlung einig.

Es gibt Probleme mit der Kanalisation auf den Schießständen, wobei der Kanal erst mit einer Kamera untersucht werden muss, um das Ausmaß festzustellen. „Der Bogenstand ist im Winter eine Mischung zwischen Tropfsteinhöhle und Eiskeller“, erklärte Nicole Isele das nächste Problem. Es regnet rein und es muss eine Lösung gefunden werden, die für alle akzeptabel ist. Hierbei, so die Oberschützenmeisterin, seien Eigenleistungen und Arbeitsstunden gefragt und es sollte kostengünstig sein. Nächstes Problem ist, dass es auf dem Bogenplatz im Kurpark keine Toiletten gibt, was schon wegen der vielen Gäste der Vitalklinik schlecht ist. Auch hierfür würde der Verein gerne eine Lösung finden.

Möglich wird dagegen nun der geplante Bogenschützenparcours rund um das Schützenhaus, konnte Isele eine positive Nachricht verkünden. Da in unmittelbarer Nähe die Mountainbikefahrer durch das Gelände fahren dürfen, können auch die Bogenschützen endlich ihren Spaß haben.

„Das vergangene Jahr war eher ruhig, aber trotzdem arbeitsintensiv“, berichtete die Oberschützenmeisterin. Leider war das Schlachtfest, das immer an Christi Himmelfahrt im Schützenhaus stattfindet, wirtschaftlich eher eine Nullnummer. Auch deshalb, weil man den Ausrichter von außerhalb buchen musste und daher die Personalkosten zu tragen hatte. Deshalb steht die Überlegung im Raum, das Schlachtfest eventuell aufzugeben, da auch in und um Bad Dürrheim zwei neue Veranstaltungen an diesem Feiertag dazugekommen sind, die aller Voraussicht nach Gäste kosten werden. Eine Entscheidung darüber wurde bei der Jahreshauptversammlung aber noch nicht getroffen.

Das Bogenschießen für Gäste, das in Kooperation mit der Vitalklinik Sonnenbühl seit einiger Zeit stattfindet, komme sehr gut an. Seit September hätten bereits über 200 Gäste das Angebot wahrgenommen. Auch darüber hinaus bringen sich die Bogenschützen aktiv ins Vereinsleben ein. „Wir schießen zwar unterschiedliche Disziplinen, aber wir sind ein Verein und es ist schön, wenn die Kameradschaft gefördert wird“, findet Nicole Isele.

Für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Gunter Pfefferle und Edgar Lieb geehrt. Gunter Pfefferle war spontaner Schützenkönig von 1979, Edgar Lieb trat im zarten Alter von 15 Jahren in den Schützenverein ein. Er ist immer für den Verein da und Beisitzer in der Vorstandschaft, verlas die Oberschützenmeisterin. Zur Schützengemeinschaft gehören sowohl Bogenschützen als auch Kugelschützen. Der Verein hat insgesamt 124 Mitglieder. Die Zahlen blieben in den vergangenen Jahren relativ konstant.

Trotzdem konnte unter den 99 männlichen und 25 weiblichen Mitgliedern eine leichte Verjüngung registriert werden. So liegt der Altersdurchschnitt bei den Bad Dürrheimer Schützen bei 48 Jahren. Sieben neue Mitglieder wurden im vergangenen Jahr in die Reihe der Schützen aufgenommen. Wobei Nicole Isele aber auch darauf hinwies, dass der Verein dringend neue Mitglieder braucht. Sei es auf sportlicher Seite, aber auch für neue Impulse und neue Ideen im Verein selbst. Auch würde sie sich freuen, wenn im kommenden Vereinsjahr noch mehr Mitglieder bei den Vereinsmeisterschaften mitmachen würden.

Bei den turnusgemäß stattfindenden Wahlen wurde Andreas Göbel in seinem Amt als zweiter Vorsitzender bestätigt. Auch Schatzmeisterin Sandra Schäfer, die eigentlich ihr Amt zur Verfügung stellen wollte, ließ sich letztendlich doch noch einmal für zwei Jahre wählen. Ebenso konnte als Jugendleiter Sven Timm ins Amt gewählt werden. Nachdem Edgar Lieb sich nicht mehr als Beisitzer der Kugelschützen zur Wahl stellte, übernahm Andreas Eidling dieses Amt, ebenso Michael Eisele, der neben dem Posten als Beisitzer gleichzeitig als Bogenreferent fungiert.