Bad Dürrheim (wwa) Ernst Lutz von der Kurseelsorge gebrauchte im Anschluss an das zweite Konzert der Reihe Klassik Live einen Superlativ nach dem anderen. Und das zurecht. "Wir konnten heute ein höchst klassisches Konzert in uns aufsaugen, das von Perfektion und wahrer Hingabe geprägt war." Das Trio Maurice aus Freiburg verdiente ohne jeden Zweifel diese Hochachtung und den lang anhaltenden Applaus.

Die Konzertreihe gibt es seit mittlerweile 40 Jahren in Bad Dürrheim. Damals hatte das Sanatorium der Stadt etwas gesucht, um das Kurgeschehen zu unterfüttern. "All das, was guttut, sollte den Heilungsprozess unterstützen", erläuterte Organisator Lutz. Da Musik für ihre positive Wirkung bekannt ist, hatte man eine regelmäßige Konzertreihe ins Leben gerufen, die sich bis heute behauptet hat. Ernst Lutz ist seit nunmehr 15 Jahren für die Konzerte verantwortlich und betont immer wieder, dass die Musiker als Lohn nur die Spenden der Konzertbesucher erhalten und natürlich deren Applaus. Keiner, sei er auch noch so bekannt, bekäme eine Fahrtkostenerstattung oder Ähnliches. Umso erfreulicher sei, dass viele Künstler nicht nur einmal in Bad Dürrheim zu Gast sind.

So auch die Pianistin Aymara Cubas, die am Montagabend ihr im Jahr 2017 gegründetes Trio mitbrachte. Auch Lisa Immer an der Violine und Gesine Queyras am Cello sind Musiker mit Leib und Seele. Bereits mit vierzehn Jahren waren sie an der Musikhochschule Freiburg Jungstudentinnen, da man früh ihr Talent erkannte. Später studierten sie bei weltberühmten Lehrern an Musikinstitutionen in New York, Paris und Wien. Im Trio Maurice soll ihre reichhaltige Erfahrung zusammenfließen.

Sie selbst kündeten ihr Programm so an: "Wir wollen mit großer Freude, Schwung, Eifer und Interesse die klassische Musik präsentieren." Die wahre Hingabe spürte man tatsächlich in jedem noch so leisen Ton. Gewaltig in Beethovens Klaviertrio D-Dur op. 70, schmeichelhaft in Haydns Klaviertrio G-Dur, einfach grandios mit Piazzollas Winter und Frühling in Buenos Aires. Besonders beim letzten Stück war die Begeisterung des Publikums kaum noch zu übertreffen.