Der neue Bad Dürrheimer Gemeinderat nahm am 1. August offiziell seine Arbeit auf. Sechs Gemeinderäte sind neu im Gremium, die in loser Reihenfolge vom SÜDKURIER vorgestellt werden. Heute ist die Reihe an Ingrid Limberger.

  • Die Person: Ingrid Limberger ist 56 Jahre alt und hat zwei erwachsene Kinder, 24 und 26 Jahre alt. Ursprünglich kommt sie aus der Steiermark und hat über Sylt und Heidelberg den Weg nach Bad Dürrheim gefunden. Seit 30 Jahren lebt sie hier. Sie hat diesen Schritt nie bereut, Bad Dürrheim ist ihre Heimat geworden.
  • Der Beruf: Ingrid Limberger ist gelernte Restaurant- und Hotelfachfrau. „Ich war schon immer in der Gastronomie zuhause und möchte auch nichts anderes machen“, betont sie. Lange Jahre war sie bei ihren ehemaligen Schwiegereltern und danach ihrem Schwager in der Klinik Limberger aktiv, doch dann verwirklichte sie ihren Wunsch nach einem eigenen Gastronomiebetrieb. „Wir fanden vor sieben Jahren das Cafe Walz als sehr plüschige, aber alt eingesessene Möglichkeit, unseren Traum zu verwirklichen“, so Limberger. Sie und Lebenspartner Lutz Kasten renovierten das über 100 Jahre alte Tagescafé. Kasten ist der Küchenchef, zwei Konditoren backen Kuchen und Torten. Ingrid Limberger hält den Kontakt zu den Gästen, ist für die Mitarbeiter zuständig und bedient im Restaurant mit.
  • Der Einzug in die Kommunalpolitik: „Wir sitzen hier an vordererster Front“, berichtet Ingrid Limberger. An den drei Stammtischen, die sie bei sich sitzen hat, werde immer viel politisiert. Doch schon in der Klinik Limberger habe sie durch das politische Engagement der Schwiegereltern in Kreistag und Stadtverband Berührungspunkte zur Lokalpolitik gehabt. Dann sei irgendwann mal das Ehepaar Fink im Cafe zu Gast gewesen. Das Thema Gemeinderatskandidatur kam zur Sprache und die Vollblutgastronomin ging mit sich in Klausur. „Wir haben das familienintern abgestimmt und ich wollte es einfach versuchen. Viele Chancen hatte ich mir aber nicht ausgerechnet.“ Umso mehr habe sie sich als nicht gebürtige Bad Dürrheimerin total über ihre Wahl gefreut. „Wir sind natürlich durch unsere Kinder in Kindergarten und Schule vernetzt, verschiedenen Vereinen beigetreten und haben uns so integriert, aber das Ergebnis der Wahl zeigt mir doch, dass ich nicht ganz unbeliebt bin“, sagt die Wahl-Dürrheimerin stolz.
  • Schwerpunkte und Ziele: „Ohne Tourismus könnten wir hier nicht überleben“, betont Ingrid Limberger. So wolle sie sich hauptsächlich den Themen Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel widmen. Die Entwicklung der Innenstadt als Visitenkarte der Stadt liege ihr dabei besonders am Herzen. Dazu gehört für sie auch bezahlbarer Wohnraum. „Mir ist es wichtig, nicht nur Themen anzusprechen, sondern sie auch anzupacken. Ich will Ansprechpartner und Sprachrohr derjenigen sein, die in Bad Dürrheim etwas bewegen wollen.“