Bad Dürrheim – Inge Teichert ist die neue ehrenamtlich tätige Behindertenbeauftragte der Stadt. Sie wurde nun vor kurzem offiziell von Bürgermeister Walter Klumpp eingeführt. Dieser freute sich, dass die Stelle wieder besetzt werden konnte. Sie sei immer schon sozial engagiert und wolle durch ihre Tätigkeit Menschen lange Wege zu adäquater Hilfe ersparen, erklärt Inge Teichert zu ihren Beweggründen, dieses Amt anzunehmen. Bad Dürrheim habe bereits und tue immer noch viel für seine Bürger, doch bleibe immer viel zu tun.

Eine Behindertenbeauftragte sei Ansprechpartner und eine Vertrauensperson, sagt Inge Teichert, die als Bindeglied, Vermittler und Berater, Vernetzung zu anderen Stellen wie Vereinen, Verbänden, städtischen oder staatlichen Einrichtungen wie beispielsweise dem Sozialverband VdK, Versorgungsämtern oder Pflegediensten, begleitend tätig werden kann. Hiermit umreißt sie auch schon grob, wie sie ihre Arbeit gestalten will. Durch Vernetzung neue Perspektiven schaffen, ist ein weiteres ihrer Anliegen. Daneben werde sie natürlich auch die Themen Barrierefreiheit und Inklusion weiterverfolgen.

Inge Teichert will in vielen Bereichen mit breit gesteckten Themenfeldern Ansprechpartnerin sein. Menschen mit Handicap jeder Art stehen heutzutage vielfältige Möglichkeiten offen. Doch im Punkt „Teilhabe und Akzeptanz“ gebe es noch viel zu tun. Weitere Bereiche seien Probleme von Senioren mit Gehbehinderungen; Rollstuhlfahrer, die an unüberwindlichen Barrieren scheitern; Mütter, mit einem behinderten Kind und die Frage, was aus diesem Kind wird, wenn sie selbst alt sind; behinderte Kinder und ihre Chancen in Kindertagesstätten oder Schulen mit gesunden Kindern integriert zu werden; junge Menschen, die ins Berufsleben einsteigen möchten und an ihrer Behinderung scheitern; Erwachsene, die mitten im Leben durch Krankheit, Unfall oder andere Umstände in eine Behinderung geraten. Bei all diesen Problemen sieht sie sich als Ansprechpartner.

Doch sie sei kein Arzt, kein Anwalt oder Jurist und nicht allwissend. "Ich bin Laie", sagt sie. Ein Laie der sich mit dem Thema chronische Erkrankung, Beeinträchtigung und Behinderung auseinandersetze. "Ich möchte Benachteiligungen abbauen und jedem Menschen seine Würde erhalten."

Das sei eine große Aufgabe, die sie als Einzelperson jedoch nicht ganz allein bewältigen könne. Deshalb appelliere Sie an die Bürger. „Engagieren Sie sich. Sprechen Sie mich an, wenn Sie mal eine Stunde Zeit haben und mich in meinem Ehrenamt unterstützen möchten." Für ihre Arbeit brauche sie Helfer und Unterstützung. Das sei auf viele verschiedene Arten und zeitlicher Ausprägung möglich. Auch Spenden für ihre Arbeit seien willkommen.

"Wir sind auf einem guten Weg, denn der Weg ist das Ziel", sagt Stadtjugendpfleger Christoph Lauer, der in seiner Funktion als Ansprechpartner der Stadtverwaltung für Bürgerschaftliches Engagement Inge Teichert in ihrer Arbeit unterstützt.