Im Jugendhaus Bohrturm wird seit Februar getrommelt. Ein Mal monatlich gibt es abends einen sogenannten „Drum-Circle“.

Es sind hierfür auch überhaupt keine Vorkenntnisse nötig, denn Trommeln kann jeden, und es hat wohl auch einen besonderen, stressabbauenden Effekt. „Sie können frustriert kommen und werden wahrscheinlich nach einer Stunde mit innerer Ruhe und einem Lächeln wieder gehen“, preisen Christoph Lauer und Initiator Roland Gutschick das monatliche Event mit Spaßfaktor an.

Man erlebe beim Trommeln ein starkes Gemeinschaftsgefühl, Entspannung, inneres Abschalten, Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen, Emotionen und vieles mehr.

Ein Drum-Circle besticht durch seine ganz eigene und besondere Dynamik und Faszination. Unter der Anleitung des Moderators entstehen spontan viele ineinandergreifende Klangfarben und Rhythmen in der großen Teilnehmergemeinschaft. Jeder kann ohne jegliche Vorerfahrung mitmachen.

Die Begründung: Viele meinen, sie seien völlig unmusikalisch und könnten keinen Rhythmus halten. Aber wie beim Laufen zum Beispiel, komme man automatisch in einen perfekten Rhythmus und denke nicht mal darüber nach. Das könne man genau so auf die Hände übertragen. Der Groove trägt alle mit, jeder bereichert die Gruppe.

Es gehe weder um Lernen, noch um „richtig“ oder „falsch“, sondern um Erleben, Spaß und Beziehung, so Gutschick, der von Hauptberuf Musiktherapeut in der Luisenklinik ist. Die Instrumente werden gestellt, man darf aber gerne nach vorheriger Absprache auch eigene mitbringen.

Gutschick ist von der vorbeugenden Wirkung des Trommelns gegen Erschöpfung überzeugt. Man komme schnell in einen sogenannten Flow-Zustand. Alles fließt, und genau dadurch könne man innerlich ganz abschalten und manchmal sogar die Zeit vergessen.

Der nächste Drum-Circle findet am Dienstag, 9. April, statt, dann wieder am 7. Mai, jeweils um 19 Uhr. Es dauert eine Stunde. Die Teilnahmegebühr beträgt zwölf Euro. Es gibt aber auch 3er- und 5er-Karten.