Die Sanierung der Salinensporthalle wird teurer, als bisher veranschlagt. Im Oktober 2018 ging der Gemeinderat noch von Kosten für die Sanierung in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro aus. Mittlerweile habe sich durch genauere Untersuchungen des Dachaufbaus herausgestellt, dass höhere Kosten anfallen. Änderungen ergeben sich auch dadurch, dass die Halle als Versammlungsstätte gilt, wodurch andere Brandschutzauflagen resultieren. Jörg Stern vom beauftragten Fachbüro „Fritz Planung“ informierte den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung am vergangenen Donnerstag über die aktuelle Situation.

Eingeweiht wurde die dreiteilige Salinensporthalle im Jahre 1992. Bereits 2013 stellte sich heraus, dass an der mittlerweile 27 Jahre alten Halle erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Im Oktober 2017 beschloss der Gemeinderat, in der Salinensporthalle mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) eine autarke Wärmeerzeugung einzubauen. Mit diesem Beschluss waren auch die Sanierung des Hallendaches und die Sanierung der Wasseranlagen, Lüftung und Beleuchtung verbunden. Mittel in Höhe von 1,67 Millionen Euro wurden zur Verfügung gestellt. Umgesetzt wurde 2018 der Einbau des BHKWs, jedoch waren die hierfür aufgewendeten 200 000 Euro in der Sanierungssumme noch nicht berücksichtigt.

Nach konkret vertieften Untersuchungen 2018/2019 mit dem Fachbüro standen nun detailliert sechs weitere Pakete zusätzlich zur Dachsanierung zur Entscheidung an, die bisher nicht Bestandteil der Kostenschätzung waren.

Die Sporthalle sei ursprünglich als Versammlungsstätte konzipiert gewesen, jedoch seien nicht alle baulichen Anforderungen umgesetzt worden, erklärte Jörg Stern. Zwingend erforderlich sei deshalb in diesem Zusammenhang der Einbau einer Mineralwolledämmung, einer Brandmeldeanlage und einer anderen Beschallungs- beziehungsweise Sprachalarmierungsanlage. Die Kosten hierfür sind mit 190 855 Euro veranschlagt.

Der Austausch der gesamten Beleuchtung der Nebenräume im Untergeschoss auf LED-Technik ist mit 75 124 Euro angesetzt. 2013 wurde entschieden, dass diese Maßnahme aufgrund der damals hohen Anschaffungspreise erst später umgesetzt werden solle, wenn entsprechende Fördermaßnahmen ausgeschöpft werden können.

Die Honorare für Zusatzleistungen und die Kostensteigerungen für Bauleistungen betragen zusammen noch einmal 250 000 Euro.

Diese vorgenannten Maßnahmen wurden von den Gemeinderatsmitgliedern einstimmig bewilligt, werden jedoch erst 2020 umgesetzt.

Die Dachsanierung Nebendächer/Technik, mit 123 230 Euro und der Dachbekleidung (Dachvorsprung/Attika) mit 90 100 Euro wurden nach ebenso einstimmigem Beschluss zunächst zurückgestellt, da aktuell kein Handlungsbedarf gesehen wird. Sollte sich im Laufe der Sanierungsarbeiten doch eine andere Situation darstellen, bestehe immer noch die Möglichkeit, darüber zu beraten.

Die Maßnahmen zur Sanierung der Salinensporthalle sollen im kommenden Jahr 2020, in der Zeit zwischen Pfingsten und September, durchgeführt werden. Förderanträge für das kommende Jahr seien auf Basis der Maximalkostenberechnung bereits gestellt worden, erklärte Stadtkämmerer Thomas Berninger. Über die Höhe der zu erwartenden Summe könne er jedoch keine verlässlichen Angaben machen. Finanziert seien laut Verwaltung bisher 1,770 Millionen Euro, wobei über den Nachtrag 2019 eine Million Euro nach 2020 verschoben wurde, so dass im kommenden Jahr insgesamt 1,830 Millionen Euro bereitzustellen sind. Die konkrete Ausschreibungen der einzelnen Gewerke sind zum Jahreswechsel 2019/2020 vorgesehen.