Die 1250-Jahr-Feier von Baldingen wirft ihren Schatten voraus. Und das nicht nur seit kurzem, sondern seit mittlerweile fast zwei Jahren. So lange ist es her, dass sich die verschiedenen Arbeitsgruppen gebildet haben, die das Fest, das vom 5. bis 7. Juli stattfinden wird, organisieren. Der SÜDKURIER stellt diese Arbeitsgruppen in loser Reihenfolge vor. Heute geht es um das Thema Festgelände, Parkplätze, Zugang, Sauberkeit und Sicherheit.

Pasquale Avallone zeichnet sich für diese Arbeitsgruppe verantwortlich. Gewisses Vorwissen bringt der frühere Abteilungskommandant der Unterbaldinger Feuerwehr durch seine ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrmann mit. Mit Hauptamtsleiter Markus Stein und der Feuerwehr erstellte diese Gruppe ein Notfall- und Sicherheitskonzept, das alle Eventualitäten berücksichtigt. Die Gefährdungslage durch rivalisierende Gruppen, rechtsextreme Aufmärsche oder gewaltbereite Fangruppen wurde dabei als äußert gering eingestuft. „Zum Glück ist die Rivalität zwischen Unter- und Oberbaldingen nicht mehr so wie früher. Sonst hätten wir das durchaus berücksichtigen müssen“, gibt Avallone schmunzelnd zu Protokoll.

Elementar ist solch ein Konzept dennoch. Die Hauptgefährdung geht von der Natur selbst aus. Im Fall eines Unwetters oder Gewitters müsse schnell und strukturiert gehandelt werden, erklärt Avallone weiter. Das könne im Zweifelsfall Leben retten. So wird zum Beispiel in dem Konzept klar geregelt, wie eine Evakuierung und Räumung des Festplatzes in solch einem Fall ablaufen würde. Das letzte Wort obliegt Hauptamtsleiter Stein in Absprache mit den Verantwortlichen auf Seiten der Baldinger Gemeinden.

Ab zwei Wochen vor dem Fest bekommen die Veranstalter in regelmäßigen Abständen Echtzeit-Wetterdaten aus dem Öfinger Wetterstudio – das ja auch beim internationalen Ballonfestival immer für die Wettervoraussagen zuständig ist. Über das Niederschlagsradar könne relativ genau ein nahendes Unwetter vorausgesagt werden. „Wir hoffen natürlich, dass dieser Ernstfall nicht eintritt“, betont Unterbaldingens Ortsvorsteher Jürgen Schwarz, auch wenn er an eine Windhose im Jahr 1927 erinnert, die in der Baldinger Chronik Erwähnung findet. „Wir sind guter Dinge, dass an unserem Fest sieben Sonnen scheinen werden. Eine Räumung des Festplatzes wäre schließlich der Super-Gau“, findet Schwarz.

Die Vereine haben insbesondere von der Feuerwehr Auflagen bekommen. So muss etwa an jedem Stand ein Feuerlöscher parat stehen. Wer Gas verwendet, muss dies entsprechend melden, dies wird wiederum im übergeordneten Lageplan vermerkt. Fluchtwege müssen ausgewiesen werden und hinsichtlich der Parkplätze werden diverse Einbahnregelungen geschaffen.

Mit dem Thema Parkplätze sind Avallone und sein Team derzeit überhaupt beschäftigt. Die hinter dem Service-Center Ostbaar gelegene Wiese wird zum großen Parkplatz umfunktioniert. Bei diszipliniertem Parkverhalten ist dort Platz für rund 230 Autos. Dass diese Disziplin eingehalten wird, dafür sind unter anderem die Feuerwehren beider Orte zuständig. Planungen und Platz für weitere Parkplätze sind noch in Arbeit. Man sei in Gesprächen mit Landwirten, ob diese zusätzliche Fläche zur Verfügung stellen können.

Zur Gewährleistung der Sicherheit wurde eine Security-Firma engagiert. Diese wird von 22 bis 8 Uhr anwesend sein. Avallone: „Wir sind gut vorbereitet und hoffen, dass alles reibungslos über die Bühne gehen wird.“