Mehrere Höhepunkte konnte der Angelsportverein Unterbaldingen im vergangenen Jahr verzeichnen, die natürlich bei der Jahreshauptversammlung noch einmal hervorgehoben wurden. Mit dem 40-jährigen Bestehen wartet auch dieses Jahr ein besonderes Ereignis auf die Angler. Der Geburtstag soll im Juli gefeiert werden.

Der Angelsportverein hat sein Domizil am Niederwiesensee. In mehrjähriger aufwändiger Eigenarbeit ist dort eine schöne Fischerhütte entstanden. Der aktuell noch fehlende Steg soll bis zum Vatertagsfest gebaut sein. Am Niederwiesensee ist der Verein zuständig für die Gewässerpflege, aber auch entlang der Kötach.

„Unser Vatertagsfest hat sich hervorragend etabliert und kommt hervorragend bei unseren Gästen an“, erklärt Schriftführer Markus Kleinhans. Ein weiteres herausragendes Ereignis war die Mitwirkung an der 1250-Jahr-Feier Baldingens. Und ganz besonders stolz ist man bei den Anglern immer noch auf den mit 5000 Euro dotierten ersten Platz beim Vereinswettbewerb der Sparkasse und des SÜDKURIER und den neunten Platz mit 1000 Euro beim Leserwettbewerb. Das Projekt mit dem sich der Verein bewarb ist ein Fischkinderstube mit Klassenzimmer am See. Diese soll 2021 verwirklicht werden.

Ein großes Augenmerk wird beim Angelsportverein auf die Nachwuchsarbeit gelegt und darauf, Kinder und Jugendliche für die Natur und deren Schutz zu sensibilisieren. Im Rahmen einer Kooperation mit der Ostbaarschule verbrachten 2019 die Drittklässler einen Tag am See. Dazu war auch das Fischmobil da. Zusätzlich zu den 17 Aktiven sind sieben Jugendliche Mitglied im Verein. Für Jugendliche gelte die Begrenzung der Anzahl von Anglern nicht, erklärt Markus Kleinhans.

Bei all der Freude gibt es aber auch Probleme. Kormorane und Biber plagen die Angelvereine. Der Kormoran war bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts fast ausgestorben und steht deshalb unter Naturschutz. Mittlerweile hat sich der Bestand dieser Fischräuber erholt und regelmäßig würden Schwärme von bis zu 100 Vögeln in die hiesigen Seen einfallen und den Fischbestand leerfressen. Für die Vereine wird dadurch das Besetzen mit Fischen zu einem hohen Risiko. „Man darf Kormorane nicht vergrämen oder jagen“, sagt Kleinhans. Ein ganz großes, schwieriges Problem.

Vom Biber werden entlang der Kötach Bäume und Pflanzen abgefressen. Die Angler müssen hier Schutz und Nachbepflanzung auf eigene Kosten leisten. Außer einer Kalkfarbe, die nicht helfen würde, gebe es keine Unterstützung. Davon abgesehen, dass alte Bäume und Sträucher als Lebensraum für Tiere nicht einfach zu ersetzen sind, stellt das Kaufen von Pflanzen und Material auf eigene Kosten für den Verein einen finanziellen Kraftakt dar.