Der Wärme-, Wasser- und Stromverbrauch der Kurstadt ist im Jahr 2016 im vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies wird aus dem Energiebericht deutlich, der dem Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung vorgelegt worden ist. Stefan Jakobs vom Institut für Sozial- und Umweltforschung (Isuf) berichtete zudem von Maßnahmen, die im Jahr 2016 getroffen worden sind, um den Verbrauch zu senken.

"Wir haben im Jahr 2016 zum Teil deutliche Anstiege", berichtete der Experte. So habe es beim Wärmeverbrauch einen Anstieg von vier Prozent auf 3,5 Millionen Kilowattstunden und beim Stromverbrauch einen Anstieg von drei Prozent auf 515 000 Kilowattstunden gegeben. "Der Wasserverbrauch ist ein bisschen aus dem Ruder gelaufen", sagte er. Hier habe man einen Verbrauch von rund 6000 Kubikmetern und somit einen Anstieg von zwölf Prozent gemessen.

Die Anstiege könne man teilweise auf Erweiterungen, Baumaßnahmen und gestiegene Anforderungen, zum Beispiel durch den Ganztagsbetrieb an Schulen, zurückführen. Im Haus des Bürgers sei die intensive Nutzung im vergangenen Jahr Grund für den Verbrauchsanstieg gewesen. Beim Wasserverbrauch leisteten zudem eine hohe Anzahl defekter Spülkästen einen Anteil am Mehrverbrauch.

Stefan Jakobs machte aber auch deutlich, dass der vergleichsweise hohe Anstieg des Verbrauchs im Zusammenhang mit der sehr guten Bilanz der Gemeinde gesehen werden müsse. Bei einem geringen Verbrauch fallen diese konkreten Steigerungen höher aus.

In den Gebäuden der Gemeinde wurden eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um den Verbrauch zu reduzieren. So wurden beispielsweise in der Turnhalle der Realschule und in den Fluren und Toiletten der Grund- und Werkrealschule Präsenzmelder eingebaut. Am Bauhof wurde das Dach der Fahrzeughalle saniert und im Geräteraum der Turnhalle der Werk- und Realschule wurde eine Dachdämmung eingebaut. Zudem wurde ein neues gedämmtes Tor bei der Feuerwehr Biesingen eingebaut.