Diskutiert wurde bei der jüngsten Öfinger Ortschaftsratsitzung das Bauvorhaben zur Vergrößerung der Terrasse mit Pergola beim Öfinger Landhaus. Ein Bauvorhaben, welches im vergangenen Jahr von Besitzer Kostas Nikolakopoulos schon umgesetzt wurde, jedoch ohne Baugenehmigung und Brandschutzzertifizierung.

Und genau dieses Vorgehen sorgte später im Technischen Ausschuss auch wieder für Unmut. Allzu oft wird seitens der Gremien solch ein Vorgehen beklagt, weil die Anträge gezwungenermaßen dann in der Regel doch durchgewunken werden und den Bauherren keine Konsequenzen entstehen. Zugute halten muss man Gastwirt Nikolakopoulos allerdings, dass er alles zurückgebaut hat.

Die Terrasse der Gaststätte wurde mit Folienwänden, die mit Stiften gesichert sind, vergrößert und eingefasst, dadurch kann der Innenbereich mit Heizpilzen beheizt werden. Es muss erst geklärt werden, ob das brandschutztechnisch zulässig ist. Der Ortschaftsrat sprach sich aber einstimmig dafür aus, dass dem Bauvorhaben (im Moment ist wieder alles zurückgebaut) unter Vorbehalt zugestimmt werden kann, wenn alle Anträge, unter anderem die Herstellergarantie, die aktuelle Brandschutzzertifizierung und die Baulast, nachgereicht werden. Ebenso müssen die Parkplätze wieder als solche ausgewiesen und die Container abgebrochen werden, erklärte Ortsvorsteherin Astrid Schweizer-Engesser.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr wurde Bezug auf die in 2019 umgesetzten Vorhaben genommen. In der Frühlingshalde wurde die Straßenbeleuchtung mit Leerrohr für die Glasfaserkabel verlegt, ebenso wurden die Fichten bei der Tennisanlage entfernt. So konnten die zwei Apfelbäume, welche Tennisclub und Sportverein zu ihren Jubiläen geschenkt bekamen, gepflanzt werden.

Zur Sprache kamen noch einmal die durchgeführten Baumfäll- und Hagabholzungen um Öfingen herum. Viele Öfinger Einwohner hatten sich etwa darüber geärgert, dass ein Hag unterhalb des Osterberges bodentief abgeschnitten wurde und sie fragten nach der Ursache. Der Ortschaftrat konnte auf Nachfrage dazu leider auch keine Auskunft geben, da er über diese Aktion nicht informiert gewesen sei. Man würde sich wünschen, das betonte vor allem auch Anita Schneckenburger, dass der Ortschaftsrat in solche Vorhaben mit einbezogen wird. Auch dass ein alter bestehender Baumbestand für Neuanpflanzungen weichen soll, wie beispielsweise hinter dem Sportplatz, sollte noch einmal mit dem Bauhof besprochen werden.

Dass die Bäume oberhalb des Feriendorfes abgesägt wurden, was auch vielen Einwohnern ein Rätsel war, lag leider nicht in der Hand des Ortschaftsrates, erklärte die Ortsvorsteherin. Die Bäume hätten auf privatem Grund gestanden und in Bad Dürrheim bestehe keine Baumschutzsatzung.

Nicht zufriedenstellend ist für die Öfinger wohl auch die Situation im Kindergarten. Dies sei es an den Ortschaftsrat herangetragen worden und wurde deshalb angesprochen. Dadurch dass seit einiger Zeit Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden, sind aktuell nur neun Kinder im Kindergarten und es gibt eine Warteliste mit Kindern, die deshalb nicht den Kindergarten besuchen können. Der Kindergarten möchte wieder aus der Kleingruppe heraus aufstocken und auch den Personalschlüssel wieder erhöhen. Der Antrag laufe, konnte Astrid Schweizer–Engesser berichten. Dann können wieder bis zu 20 Kinder den Öfinger Kindergarten besuchen.

Klaus Kremm sprach noch einmal die Baulandgewinnung für Öfingen an: „Wenn wir nicht anfangen und man uns nur hinhält, wird die Situation für die Bevölkerung auch nicht besser.“ Dazu entgegnete Schweizer-Engesser, dass man wegen neuem Bauland in Verhandlungen sei. Eventuell könnte es im März schon konkret werden.

Timo Manger findet es lobenswert, wie viele Punkte im vergangenen Jahr abgearbeitet wurden. So war auch zu erfahren, dass mit dem Umbau im unteren Stockwerk im Gebäude des Kindergartens für eine Kinder- und Jugendwerkstätte begonnen werden konnte.

Vier Öfinger Bewerber warten gerade auf eine Entscheidung der Goll-Stiftung aus Freiburg. Diese fördert Studierende mit bestimmten Studienrichtungen. Die Antragsteller möchten Pädagogik und Psychologie studieren.