Nach einer Einzelausstellung 2015 und einer Gruppenausstellung 2016 ist Ingrid Winterhalter erneut mit einigen ihrer Werke im Zentrum für Betreuung und Pflege Hirschhalde zu Gast. Dieses Mal bieten die 36 ausgewählten Bilder einen Querschnitt der verschiedenen Maltechniken, die sich Winterhalter seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit in der Kindheit angeeignet hat. Dazu gehören Aquarelle, Pastelle, Acrylbilder, Zeichnungen und Material-Mix auf Leinwand. Der thematische Schwerpunkt liegt dezidiert auf der Natur. „Rückblick“, so das Motto der Ausstellung, die noch bis Mitte Januar in den Fluren des Erdgeschosses der Hirschhalde zu sehen sein wird.

„Ihre Ausstellungen bei uns waren bisher sehr beliebt und erfolgreich, auch einige der Bilder wurden immer wieder verkauft“, begründet Hausdame Karin Schumpp von der Hirschhalde ihre Entscheidung, telefonisch erneut bei Winterhalter ob einer Vernissage vorstellig geworden zu sein. Einfache, aber die gesamte Eleganz der Natur bergende Motive, wie ein Ast oder eine Blüte, waren die ersten Malversuche während ihrer kindlichen Streifzüge durch die Natur. Bereits Vater und Onkel wären künstlerisch aktiv gewesen. Nach einer Steigerung der eigenen Malfähigkeiten durch diverse Kurse, bereicherten auch Motive aus Urlauben oder Anregungen bei Spaziergängen als primäre Inspirationsquelle ihre Phantasie. In heimischen Gefilden ist es die Bodensee-Insel Mainau, die die Malerin immer wieder aufsucht. Die Werke zeigen daher Landschaften, Tiere, Pflanzen und etwas Stillleben.

1949 im Allgäu geboren, war Ingrid Winterhalter 64 Jahre lang in Villingen beheimatet. Trotz Berufstätigkeit hat sie zeitlebens nie mit der Malerei gebrochen. Bis zur Altersteilzeit 2007 arbeitete sie bei verschiedenen Ämtern der doppelstädtischen Verwaltung. „Ohne Verwaltungsausbildung, so war das halt damals, man ist eingestiegen, hat sich eingearbeitet und wurde schließlich kompetenter Mitarbeiter“, blickt sie zurück. Vor zwei Jahren zog sie nach Bad Dürrheim. Die Malerei ist, wie zuvor im Berufsleben, ihr Ruhepol zu den „gängigen Belastungen des Alltags und Lebens“.