Langlauf ist, wie vielerorts im Schwarzwald, während des Winters auch in Bad Dürrheim möglich. Vorbei an Wiesen und Wäldern geht es im idyllischen Wittmannstal über viele Kilometer hinweg mitten durch den Wald.

Das ungetrübte Vergnügen an diesem Wintersport erfordert jedoch Vorbereitung. Für eine gute Langlaufloipe muss sim Herbst nämlich der Untergrund vorbereitet und möglichst eben gezogen werden. Und hier kommt die wintersportbegeisterte Familie Lauer aus Bad Dürrheim ins Spiel. Sie will sich diesem Thema annehmen.

Bei ausgiebigen Spaziergängen durch die Wälder Bad Dürrheims sei ihnen aufgefallen, dass es trotz der Vorbereitung durch die Gemeinde noch zahlreiche „Hindernisse“ auf der jährlich gespurten Langlaufloipe gibt, welche die Freude beim Langlauf trüben, erklärt Andreas Lauer. Mulden, Maulwurfshügel, Äste unter der Spur beziehungsweise in die Spur hineinhängend, Steine aber auch im Wald illegal abgelagerter Müll trüben die Freude und den Spaß am Langlauf in Bad Dürrheims einzigartiger Kulisse.

So nahm sich die Familie Lauer für dieses Jahr vor, dies zu ändern. Andreas Lauer nahm Kontakt auf zur Stadt und dem Forstamt und schilderte sein Vorhaben: Im Herbst, wenn die Natur sich auf den Winter vorbereitet und ohnehin zurückgeschnitten wird, wolle er die Langlaufloipe fit für den Winter machen. Dabei möchte er die Maulwurfshügel, Löcher und Mulden entfernen beziehungsweise professionell verschließen, Äste und Steine sollen entfernt werden. Seitens der Stadt wurden bereits an mehreren Stellen, so sich immer wieder Wassermulden bilden, Drainagen eingebracht.

Da eine Familie allein dieses Unterfangen nicht stemmen kann, beabsichtigt Andreas Lauer die Gründung einer entsprechenden Initiative und sucht dafür Mitstreiter.

Im ersten Schritt soll eine gemeinsame „Erstbegehung“ mit allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen stattfinden. Bei einem Spaziergang entlang der Langlaufloipe, soll diese mittels GPS (Abkürzung für Global Positioning System, ein satellitengestütztes System zur weltweiten Positionsbestimmung) genau erfasst werden. An den Stellen, an eine Maßnahme erfolgen soll, werde eine digitale Markierung gesetzt und gleichzeitig ein mit GPS-Standpunkt versehenes Foto gemacht. Andreas Lauer betont ausdrücklich, dass es keine Eingriffe in die Natur geben werde, sondern es lediglich darum gehe, mit Naturmaterialien die Strecke auszubessern. Anschließend soll die GPS-erfasste Strecke in eine konkrete Karte übertragen werden.

Gemeinsam in der Gruppe soll dann nach Lösungsansätzen gesucht werden. Auf eine enge Kooperation mit der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement, dem städtischen Bauhof aber auch dem Forstamt legt Andreas Lauer hierbei großen Wert. Durch die enge Zusammenarbeit können Synergien genutzt und Fehler bei der Umsetzung vermieden werden.

Wer also Lust und Interesse hat, bei diesem spannenden und naturnahen Pilotprojekt mitzuwirken, kann ohne Anmeldung am Freitag, 24. Mai, um 16.30 Uhr, zum Treffpunkt am Waldparkplatz an der Schwarzwaldstraße kommen. Initiator Andreas Lauer wird nochmal sein Vorhaben genauer vorstellen. Anschließend soll der gemeinsame Spaziergang entlang der Langlaufloipe stattfinden, zu dem jeder willkommen ist.