Die Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz beantragt, dass sich der neu zu wählende Gemeinderat sehr zeitnah mit Maßnahmen zur Lärmreduzierung in der Gesamtstadt befasst und konkrete Schritte dazu diskutiert und beschließt.

Begründung: Die vorhandenen Problembereiche (Belastung durch B 27/33 für die Kernstadt, Belastung der Ostbaarstadtteile durch die A 81 und den Autobahnzubringer) sind in keiner Weise gelöst. Im Gegenteil ist durch den permanent wachsenden LKW-Verkehr in den genannten Bereichen, aber zum Teil auch in den Ortsdurchfahrten, eine Verschärfung der Belastung und auch Gefährdung eingetreten.

„Dies macht es notwendig, seitens des Gemeinderates und der Stadtverwaltung jetzt zu reagieren und nicht erst in einigen Jahren“, erklärt die LBU in ihrem Antrag. Maßnahmen wie eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in den genannten Bereichen müssten im Interesse der vielen Betroffenen weiter auf der Tagesordnung bleiben und von den städtischen Gremien gefordert werden.

So sei zum Beispiel völlig unverständlich, weshalb an der Kreuzung B 27/33, aus Richtung Villingen kommend, nach Tempo 60 unmittelbar auf Tempo 100 beschleunigt werden darf.

Dies verursache unnötigerweise hohe Lärmzemissionen. Die LBU (Gemeinderat Christoph Trütken) hat im Gemeinderat mehrfach auf dieses Problem hingewiesen. Ebenso gelte es, auch an einer Geschwindigkeitsreduzierung auf dem Autobahnzubringer zu arbeiten, der je nach Windrichtung Biesingen oder Sunthausen verlärmt. Dasselbe gelte für die A 81 zwischen Öfingen und Ober- und Unterbaldingen.

Auch die Frage des Schleichverkehrs zur Mautvermeidung durch alle Ostbaarstadtteile müsse weiter verfolgt und Maßnahmen dagegen müssten diskutiert werden, so die LBU weiter.

Den übergeordneten Behörden müsse deutlich werden, dass Bad Dürrheim, auch und gerade in seiner besonderen Situation als bedeutender Tourismusstandort, dringend des Lärmschutzes bedürfe.