Im Rahmen des Wahlkampfes hatte die Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz (LBU) die Bad Dürrheimer Bürgerschaft zum Diskussionsabend geladen, bei dem die Ziele der Wählervereinigung vorgestellt wurden. Die Teilnehmer brachten ein breites Spektrum an Themen zur Sprache.

Fraktionssprecher Wolfgang Kaiser verdeutlichte eingangs, dass eines der Kernanliegen der LBU, die Bürgerbeteiligung, unverändert ein zentraler Punkt sei. Bezüglich geplanter Klinik-, Hotel- und sonstigen Bauprojekte machte er deutlich: „Entscheidend ist, dass der Gemeinderat immer das Heft in der Hand behält und die Interessen der Gemeinde klar definiert.“ So erfreulich das Interesse an Investitionen im touristischen Bereich sei, dürften Gemeinderat und Stadtverwaltung bezüglich Inhalt und zeitlicher Planung nie zu Getriebenen werden.

Zur langen Reihe der Themen gehörte die Notwendigkeit, den Interessen von Kindern, Familien und Jugendlichen weiter größtes Gewicht zu geben. Ein weiterer Schwerpunkt war die Diskussion über bezahlbaren Wohnraum. Das Konzept der von der Familienheimgenossenschaft erstellten Mietwohnungen in der Hammerbühlstraße sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wie die enorme Nachfrage von etwa 250 Mietinteressenten gezeigt habe. Der Bau von Eigentumswohnungen dürfe nicht im Vordergrund stehen.

Die LBU werde weiter als Markenzeichen den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz haben, ergänzte Reinhard Lindenhahn. Bei allen Aktivitäten dürften jedoch nicht nur Erwartungen an Stadt und Gemeinde herangetragen werden. „Eigeninitiative bleibt gefragt, muss aber von der Stadt gefördert werden“, findet Andreas Lauer. Der Bad Dürrheimer Bürger Christian Straub regte an, auch in der Kurstadt die Vermeidung von Plastikmüll voranzubringen. Im Gespräch entstand die Idee einer gemeinsamen Tasche von Stadt und Kur- und Bäder GmbH mit der Aufschrift „In Bad Dürrheim: Leinen statt Plastik“, die günstig abgegeben werden könnte. Das habe neben Vermeidung von Plastikmüll sogar einen Werbeeffekt.