Nachdem bei den ersten Haushaltsberatungen Mitte Oktober die Anmeldung für den An- und Ausbau des Kindergartens Funkelstein in Hochemmingen mit etwa 350 000 Euro für Aufsehen unter den Mitgliedern Verwaltungsausschusses sorgte, legte kürzlich wie verlangt Stadtbaumeister Holger Kurz die vom Gremium geforderte genauere Planung vor. Mit diesen war eine Architektin aus Hochemmingen beauftragt worden. Kombiniert mit den Plänen ist gleichzeitig für den Jugendraum der Feuerwehr im Dachgeschoss eine Dachgaupe.

Bei der Kindertagesstätte herrscht aus Platzgründen dringend Handlungsbedarf. Der Kindergarten wurde aufgrund des Bedarfes von zwei auf drei Gruppen erweitert. Wie bekannt ist und Holger Kurz erneut anhand des Planes erklärte, gibt es momentan kein in sich geschlossenes Personal-/Leiterbüro oder einen getrennten Raum für Gespräche mit Eltern. Die Kinder essen quasi im Flur, wo ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Auch die Mahlzeiten müssen von einem kleinen Raum hinter dem momentanen, offenen Durchgangsbüro durch dieses in den Essbereich im Flur gebracht werden. Durch diese sehr unbefriedigende Gesamtsituation herrsche große Unruhe im Essensbereich.

„Es ist viel Leben im Gebäude“, erklärte Bauamtsleiter Kurz. Gemeint ist damit, dass Rathaus, Kindertagesstätte und Feuerwehrgerätehaus einen miteinander verwobenen Gebäudekomplex darstellen. Ein Bereich im Erdgeschoss des Rathauses wird vom Kindergarten mitgenutzt, der Bürgersaal und ein weiterer Raum, der von Vereinen genutzt wird, befinden sich dort. Im ersten Stockwerk befindet sich das Büro von Ortsvorsteher Helmut Bertsche und die Ortsverwaltung. Im Obergeschoss des Rathauses hat die Narrenzunft Hochemmingen ihr Vereinsdomizil.

Die von der Architektin vorgelegte Überplanung des Kindergartens sei eng mit Kindergartenleiterin Christina Pauli abgestimmt worden und sehe ein neues pädagogisches Konzept vor. Demgemäß soll der Flur in Intensivräume umgenutzt werden und offen gehalten werden. Die Möglichkeit zur Trennung soll durch mobile Trennwände erfolgen. Auf der Seite zum Garten hin soll ein Glasanbau für mehr Raum sorgen.

Da müsse man später noch entsprechend für Einrichtungen zur Verschattung sorgen, erklärte Kurz weiter. Im hinteren Bereich des Kindergartens Richtung Turnerstraße ist ein Ergänzungsanbau geplant, der dann den benötigten Schlafraum bieten soll. Ein Küchenanbau mit Anlieferungszone auf der Gebäudeseite Richtung Schweitzerstraße soll hier zusätzlich eine Verbesserung der Raumsituation und Entlastung ermöglichen. Dadurch könnte der jetzige Küchenbereich als Personalraum umgenutzt werden.

Bezüglich den Räumen im Dachgeschoss des Feuerwehrgerätehauses seien Brandschutz und Rettungswege ein großes Thema, kündigte Kurz an. Die Dachgaupe wird hier auf jeden Fall eine Verbesserung der Licht- und Raumsituation darstellen.

Jetzt gilt es bis zum Ende der Haushaltsberatungen, die genauen Kosten für die geplanten Maßnahmen zu ermitteln.