Die Fußballabteilung des Turn- und Sportvereins (TuS) Oberbaldingens ist mit Vereinsheim, Sommerfest und auch Mitgestaltung des Fastnachtstreibens ein soziales Grundelement des Ortes. Sportlich kämpft die aktive Herrenmannschaft nach den ersten Spieltagen der Rückrunde und Trainerwechsel weiter mit der Situation. Dazu verfügen E- und A-Jugend bis dato nicht über einen Trainer. Und: "Wir brauchen Kids", erklärte Jugendleiter Olaf Schumacher außerdem auf der Hauptversammlung.

  • Herren: Es war kein ruhmreiches Überwintern auf dem letzten Tabellenplatz der Kreisliga A2 für die erste Herrenmannschaft des TuS. Nach dem Trainingslager im Frühjahr stand der Trainerwechsel von Markus Schmelzer zu Claudio Andreotti aus Bräunlingen fest. "Es war kein Zug da im Trainingslager, ich hatte die Mannschaft nicht im Griff", soll laut dem Abteilungsvorsitzenden Alexander Mülberger Schmelzers Kommentar zur Sachlage gewesen sein. Nach vier Wochen in der Rückrunde war auch mit Andreotti kein weiterer Punkt hinzugewonnen, der Spaß sei jedoch wieder in die Mannschaft eingekehrt. Andreotti: "Ich wusste, ich habe hier eine unerfahrene Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz übernommen. In den letzten Trainingseinheiten waren nie unter 14 Spieler anwesend. Meiner Meinung nach haben wir deutliche Verbesserungen in unserem Spiel vorzuweisen." Mit Blick auf die kommende Saison – einen Abstieg in die Kreisliga B sehe man nicht tragisch – möchte Andreotti zur Verbesserung von Kondition, Spiel und Taktik eine schärfere Gangart fahren: "Wir werden neue Spieler holen, um einerseits die innere Konkurrenz zu fördern und andererseits uns generell breiter aufzustellen."
  • Damen: Obwohl die erste Damenmannschaft in einer Spielgemeinschaft mit Bad Dürrheim in der Saison 2017/18 eine soliden achten Platz in der Verbandsliga Südbaden erreichte, geriet auch sie mit dem Trainerwechsel zu Manfred Gleiche, sowie Abgang zahlreicher Spielerinnen in eine Umbruchphase. 2018/19 startete man freiwillig in der Bezirksliga. Obwohl sich unter dem neuen Trainer die neu formierte Mannschaft zur Jahreshälfte im Mittelfeld einpendelte, legte Gleiche seine Pflichten aus "persönlicher Unzufriedenheit und schlechter Vorbereitungsphase" in der Rundenpause nieder. Die Rückrunde mit dem neuen Trainer Erco Bornancin verläuft nach vier ungeschlagenen Partien sehr erfolgreich.
  • Jugend: Auch in den jüngeren Kadern gibt es Turbulenzen. Fünf von momentan acht Bambinis wechseln in der kommenden Saison zur F-Jugend. In dieser Altersstufe sei man auf Fremdzugänge angewiesen. Trotz vorderster Tabellenpositionierung sei die E-Jugend das "Sorgenkind". Die Zahl der Aktiven ging von 15 auf sieben zurück, man tritt aktuell ohne Ersatzspieler an. Die Spielgemeinschaft Ostbaar mit Aasen, Hochemmingen und Öfingen funktioniere gut, obwohl A- und B-Jugend um den Klassenerhalt in der Landesliga kämpfen. Es werden dringend Trainer gesucht. "Wir haben mit der A- und B-Jugend hier etwas Tolles in den vergangenen Jahren aufgebaut. Haben wir keine Oberbaldinger Trainer mehr, fließt dieser Erfolg an die Partner der Spielgemeinschaft ab", so Schumacher. Jahrelange Warnsignale hinsichtlich Trainermangel seien ignoriert worden.
  • Vereinsheim: Die Führung des Vereinsheims in Eigenregie hat sich seit 2015 als finanzielles Standbein etabliert, obwohl der Umsatz 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent rückläufig war. Zu beachten sei, dass das Jahr 2017 mit sechs Meisterschaften finanziell außergewöhnlich ertragreich war und 2018 der monatelange Bau der Pergola am Vereinsheim die Geschäfte beeinträchtigte.