Die Landfrauen von Biesingen haben seit Kurzem eine neue Ansprechpartnerin, die gleichzeitig auch als Schriftführerin fungiert – Helen van Almsick. Sie ist im Juli zusammen mit Ehemann Bernhard nach Biesingen zugezogen. Dass die bisherige Ansprechpartnerin Andrea Graf sich aus dem Vorstandsteam zurückziehen wollte, war schon länger bekannt.

Mit Helen van Almsick können und wollen jetzt neue Wege beschritten werden. Wollen vor allem deshalb, weil der Landfrauenfreien unter anderem mit Überalterung und Mitgliedermangel kämpfte. Man verspricht sich durch die neuen – unbeeinflussten – Impulse von außen sehr viel.

Sie sei irgendwie der Liebe wegen auf die Ostbaar gekommen, erklärt Helen van Almsick scherzhaft. Ehemann Bernhard ist der neue Leiter des Hohner Konservatoriums in Trossingen. Es wäre eine gemeinsame Entscheidung gewesen, für seinen neuen Traumjob das Münsterland zu verlassen. Auf dem Land zu wohnen, sei ihr dennoch nicht fremd, denn auch der bisherige Wohnort befand sich in ländlicher Gegend.

„Es war schon auch ein großer Schritt, alles hinter sich zu lassen“, gibt die 50-Jährige offen zu. Das letzte halbe Jahr vor dem Umzug wäre von zwei Dingen geprägt gewesen: „Auf der einen Seite war alles das letzte Mal und hier gleichzeitig alles das erste Mal.“

Gleich bei der Anmeldung im Rathaus – sie findet es total klasse am Mittwochmittag auf die Ortsverwaltung gehen zu können und das auch noch zu Fuß – sei sie mit dem noch damaligen Ortsvorsteher Stephan Klemens ins Gespräch gekommen. Sie erklärte ihre Bereitschaft, sich einzubringen, er brachte sie mit den Hexen zusammen und so habe sie beim Sommerfest der Hexen bedient und kam so auch gleich mit den Leuten vom Ort in Kontakt, was bei ihr allerdings kaum schwer ist. Helen van Almsick strahlt, lacht und spricht offen mit jedem.

Auch von den Landfrauen wurde sie natürlich angesprochen und war ganz gespannt. Überhaupt sei sie total davon überrascht gewesen, wie viele Vereine es hier gibt. Die ersten Gespräche verliefen überhaus harmonisch und entgegen ihrer leisen Befürchtungen wurde die studierte Gesangspädagogin auch direkt einstimmig gewählt.

Die Landfrauen wollen sich nun aktiv interessant machen für die Frauen im und um den Ort. Ideen sprudeln, viele Pläne sind schon gefasst. Sie wolle sich dafür einsetzen, was den Frauen wichtig ist, so die neue Landfrau. Die Frauen sollen das, was sie können, teilen. Jeder darf und soll sich einbringen, Raum zur Entwicklung haben.