Bereits am 10. März lud die Stadtjugendpflege Bad Dürrheim zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung zur Jugendbeteiligung in die Aula der Realschule am Salinensee ein. Vertreten waren an diesem Abend die Parteien des kommunalen Gemeinderats, Rektor Heinz Kriebel von der Grund- und Werkrealschule stellvertretend für sein gesamtes Kollegium, die Rektorin der Realschule am Salinensee, Stephanie Martin, mit sechs Lehrkräften, Andreas Fritsche, der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Angelika Strittmatter vom Vorstandsteam des Mehrgenerationenhauses, Hauptamtsleiter Markus Stein und engagierte Jugendliche, die sich bereits kommunalpolitisch einbringen sowie Stadtjugendpfleger Christoph Lauer, der den Abend organisierte und moderierte. Zur Expertise konnte Udo Wenzl, selbstständiger Partizipationsberater mit jahrzehntelanger Erfahrung, gewonnen werden. Die Stadtverwaltung berichtet in einer Mitteilung über den Auftakt.

Voraus ging diesem Abend die Beauftragung der Verwaltung, in erster Linie der Stadtjugendpflege, durch den Gemeinderat, eine auf Bad Dürrheim maßgeschneiderte, entsprechende Konzeption zur Kinder- und Jugendbeteiligung zu entwickeln.

Stadtjugendpfleger Christoph Lauer führte zu Beginn Einzelheiten zu dem seit 1. Dezember 2015 geltenden Paragraphen 41a der Gemeindeordnung Baden-Württemberg aus. Hierbei wurde der Paragraph in einzelne Passagen und Ausführungen aufgeteilt sowie detailliert erläutert, was sich dahinter verbirgt.

In einer anschließend folgenden Gruppenphase wurden Ideen erarbeitet, wie die anwesenden Akteure aus ihrer Sicht ihren Teil zu einer gelingenden Kinder- und Jugendbeteiligung in Bad Dürrheim beitragen können.

Ein gemeinsamer Konsens ist, dass die Kommunalpolitik in den Schulen verankert werden muss. Wie dies ausgestaltet werden soll, wird derzeit bereits intensiv zwischen LBU-Stadrätin Svenja Manger und den Schulen erörtert.

Ebenso soll die Kinder- und Jugendbeteiligung digitalisiert werden, was ein enorm wichtiges, zukunftsorientiertes Element darstellt. Eine Digitalisierung mache nur parallel und ergänzend Sinn, verdeutlichte Lauer. Die persönliche „Face-to-Face“-Beteiligung dürfe dadurch nicht ersetzt werden. Alle Ergebnisse der Auftaktveranstaltung fließen die geplante Konzeption ein.

Im Anschluss an die Gruppenphase referierte Udo Wenzl und brachte seine Expertise ein. Hierbei stellte er auch den „8er-Rat“ und seine seit Jahren in vielen Kommunen erfolgreich durchgeführte Jugendbeteiligungsstrategie „Brücken bauen“ vor. Nach seinem rund 45-minütigen Referat stand er den Anwesenden zur Diskussion zur Verfügung und beantwortete Fragen.

Der nächste Schritt ist eine Vollerhebung in Form eines Fragebogens bei allen Jugendlichen der Stadt. Unter anderem werden auch deren Vorstellungen sowie Bereitschaft zur Beteiligung abgefragt. Die ausgewerteten Ergebnisse münden in eine Konzeption, aus der wiederum Pläne zur Umsetzung und Handlungsempfehlungen resultieren sollen.