Der Musik- und Trachtenverein Öfingen lud am vergangenen Samstag zu seinem Jahreskonzert und gefühlt waren alle Öfinger gekommen. Die Osterberghalle war bestens gefüllt und alle waren gespannt auf das Programm der Musiker. 

Zunächst eröffneten die Jungmusiker den Abend unter der Leitung von Julia Weber. Vier neue Zöglinge spielten erstmals bei der Bläserjugend mit und wurden einzeln auf der Bühne willkommen geheißen.

Den zweiten Teil bestritt die Trachtenkapelle Rothaus. Die Gastkapelle überzeugte unter der Leitung von Markus Bölle mit einem hochkarätigen Programm. Herauszuheben ist mit Sicherheit das Klarinetten-Solo von Jannik Duttlinger, der eine „Czardas“ zum Besten gab. Lädt der bekannteste ungarische Volkstanz allein so schon zum Mitwippen ein, waren von der Version von Duttlinger schlichtweg alle begeistert. „Jannik hat hier sein riesiges Talent unter Beweis gestellt und uns alle begeistert“, betonte dann auch später die Vertreterin des Blasmusikverbandes, Alexandra Götz.

Traditionell folgten die Ehrungen des Öfinger Vereins. „Unser Jahreskonzert bietet den passenden Rahmen für solch wichtige Auszeichnungen, wie wir sie heute vornehmen wollen“, hob die Vorsitzende Christina Engesser hervor.

Christina Engesser (Mitte) ehrt Stützen des Vereins (von links): Bärbel Rapp und Anke Rech sind seit 40 Jahren beim Musik- und Trachtenverein Öfingen, Kurt Müller hat 63 Jahre Aktivität auf dem Buckel, stets unterstützt von Ehefrau Inge. Bilder: Wolf-Wilhelm Adam
Christina Engesser (Mitte) ehrt Stützen des Vereins (von links): Bärbel Rapp und Anke Rech sind seit 40 Jahren beim Musik- und Trachtenverein Öfingen, Kurt Müller hat 63 Jahre Aktivität auf dem Buckel, stets unterstützt von Ehefrau Inge. | Bild: Wolf-Wilhelm Adam

So wurde für ihre 40-jährige Aktivität Anke Rech ausgezeichnet. Sie sei ein Vorbild für alle anderen im Verein und bringe sich seit Kindesbeinen in das Vereinsgeschehen ein. „Wir sind froh und dankbar, dich in unseren Reihen zu haben“, so Engesser. Alexandra Götz richtete sehr private Worte an die Jubilarin, kennen sie sich doch schon aus ihrer gemeinsamen Schulzeit. „Was du an Zeit und Herzblut in unsere gemeinsame Leidenschaft, die Musik, einbringst, ist aller Ehren wert.“

Und es gab noch eine ganz besondere Ehrung: Kurt Müller wurde nach 63 Jahren aktiven Musizierens in den Musiker-Ruhestand verabschiedet. Er war das letzte aktive Gründungsmitglied und brachte den Verein enorm voran. „Von Idealisten deines Kalibers lebt unser Vereinsleben“, sprach die Vorsitzende. Sie richtete aber auch ein großes Wort des Dankes an Ehefrau Inge, denn nur durch deren Verständnis habe Kurt Müller all die Jahre sich so für den Verein einsetzen können.

Bärbel Rapp war die dritte im Bunde und wurde für 40 Jahre passive Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Besondere Erwähnung fanden auch Nico und Lisa Butschle sowie Nils Rapp, die erfolgreich das silberne Jungmusikerleistungsabzeichen abgelegt haben. Liane Hall und Rebekka Bausch sattelten mit dem goldenen Abzeichen gar noch eins drauf. „Ihr sorgt hiermit für die Aufrechterhaltung der hohen Qualität unserer Kapelle und könnt auf diese besondere Leistung sehr stolz sein. Wir sind es auf jeden Fall“, erklärte Jana Bausch als Vertreterin der Bläserjugend.

Liane Hall holt aus ihrer Querflöte heraus was geht und begeistert die Zuhörer.
Liane Hall holt aus ihrer Querflöte heraus was geht und begeistert die Zuhörer. | Bild: Wolf-Wilhelm Adam

Die beiden Gold-Absolventinnen spielten dann im konzertanten Teil des Musik- und Trachtenvereins eine tragende Rolle. Rebekka Bausch nahm mit ihrem F-Horn die Zuhörer in eine besondere Phantasiewelt mit und Liane Hall holte aus ihrer Querflöte heraus, was geht. Das Publikum war begeistert und dankte nicht nur den beiden Musikerinnen mit langanhaltendem Applaus.

Rebekka Bausch entführt die Besucher mit ihrem F-Horn in eine Phantasiewelt.
Rebekka Bausch entführt die Besucher mit ihrem F-Horn in eine Phantasiewelt. | Bild: Wolf-Wilhelm Adam

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