Es ist zwar noch keine akute Personalsituation bei der Jugendfeuerwehr Bad Dürrheim, jedoch lassen die Beitrittszahlen leicht nach. Langfristig könnte sich diese Entwicklung auf die Besetzung in den aktiven Einsatzabteilungen auswirken.

„Sprecht junge Personen in eurem Umkreis auf die Feuerwehr an und erklärt ihnen die Vorzüge einer Mitgliedschaft“, bat Stadtjugendwart Bernd Räffle bei der Gesamthauptversammlung der Jugendfeuerwehr Bad Dürrheim seine Schützlinge.

Negativtrend bei Neumitgliedern

Mit drei Austritten und drei Neuaufnahmen hielten sich bei der Jugendfeuerwehr 2018 die Zahlen die Waage. So konnte die Jugendwehr im vergangenen Jahr noch vier Übernahmen in die Einsatzabteilungen sicherstellen. Diese waren aus der Bad Dürrheimer Abteilung Leon Förderer und Luca Stehle, aus der Abteilung Ostbaar David Bäßler und aus Hochemmingen Robin Dörflinger. 2017 waren es noch sechs Neuaufnahmen bei acht Übernahmen. „Ein Negativtrend wie bei vielen kulturellen und sportlichen Organisationen, dem es zu begegnen gilt“, so Räffle.

Die personelle Besetzung der Ortsteile setzte sich zur Jahreswende wie folgt zusammen: Die Abteilung der Kernstadt hatte 21 Jugendliche, Hochemmingen zehn, die Unterbaldinger neun und die Abteilung Ostbaar (Biesingen, Oberbaldingen, Öfingen, Sunthausen) zwölf. Unter den 52 Jugendlichen befinden sich zehn Mädchen. Man komme mit über 40 Proben im Jahr auf fast wöchentliche Übungen. „Eine fundierte Ausbildung mit Rüstzeug für den Einsatz bei den Aktiven, wobei Spaß und Kameradschaftlichkeit nie zu kurz kommen“, bemerkt Räffle. Die mehrtägige Qualifikation zum Jugendfeuerwehrwart absolvierten Marian Nann und Simon Schlenker.

Volles Programm

Insgesamt haben die Jugendfeuerwehren mit Kreisjugendlager in Niedereschach, 24-Stunden-Übung, Sternfahrt, Blaulichttag in Kooperation mit dem Roten Kreuz, Deutscher Lebensrettungsgesellschaft und Technischem Hilfswerk, sowie einer Gesamtübung mit 60 Jugendlichen und acht Fahrzeugen ein „ereignisreiches und erfolgreiches“ Jahr hinter sich. Gesamtkommandant Volker Heppler bestätigte, dass das erst seit einem Jahr agierende, neue Führungsduo Bernd Räffle und Simon Schlenker stets mit der Unterstützung der Führungsspitze rechnen dürfe. „Aufgrund des hohen Probenaufgebots darf man den Spaß für die Jugendlichen nicht vernachlässigen, um sie bei der Stange zu halten“, so Heppler.

Der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Glunz sieht in der Jugendfeuerwehr eine „Bestandsgarantie für die aktiven Abteilungen“ und meinte im Rahmen seiner Grußworte: „Wenn auch ein leichter negativer Trend besteht, auf euch werden wir immer zurückgreifen können.“