Im Mehrgenerationenhaus Lebenswert ist die Freude groß. Es hagelt regelrecht Preise, bei deren Ausschreibungen sich die Bad Dürrheimer Institution stets rege beteiligt. So kam am gestrigen Mittwoch, 24. Juli, eigens Staatssekretär Stefan Zierke in Begleitung des Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner nach Bad Dürrheim, um den neuesten Preis – den mit 2000 Euro dotierten Publikumspreis „Demografiegestalter 2019“ – zu überreichen.

Diesen bundesweit ausgeschriebenen Publikumspreis des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ) in der Katorgerie „Digitale Angebote“ hat das Mehrgenerationenhaus mit der Idee gewonnen, eine generationsübergreifende digitale Plattform für Bad Dürrheim zu entwickeln, die bestehende Angebote sichtbar macht und zur Kommunikation beiträgt. Das neueste Projekt „Im Netz daheim und nicht allein“ erhielt die meisten Stimmen der breiten Öffentlichkeit.

Das Mehrgenerationenhaus Generationentreff Lebenswert | Bild: Jörg-Dieter Klatt

Der Generationentreff Lebenswert hatte bereits den dritten Jurypreis mit seinem Projekt‚“Computerkurse für Senioren“ gewonnen, der am 18. März 2019 von der Bundesministerin Franziska Giffey in Berlin an das Vorstandsmitglied Wolfgang Götz übergeben wurde. Der Generationentreff ist in vielerlei Hinsicht Vorreiter mit Alleinstellungsmerkmal. So wurde zum Beispiel am 20. Mai dieses Jahres im Lebenswert der erste Digital-Kompass-Standort in Baden-Württemberg (der 20. deutschlandweit) eröffnet.

„Man sieht, hier steckt eine enorme Dynamik dahinter. Es ist eine tolle Arbeit, die hier geleistet wird „, lobte Bürgermeister Jonathan Berggötz das Engagement des Generationentreffs. Die Auszeichnung sei an genau die richtige Stelle gekommen, mit der digitalen Plattform werde das Zusammenkommen der Menschen nochmal verstärkt.

Im Stuhlkreis wird über das Mehrgenerationenhaus und die Internetprojekte informiert und diskutiert.
Im Stuhlkreis wird über das Mehrgenerationenhaus und die Internetprojekte informiert und diskutiert. | Bild: Naiemi, Sabine

Man wolle mit solchen bundesweit ausgeschriebenen Preisen, die Menschen mit auf den Weg nehmen und zusammenbringen, erklärte der paralamentarische Staatssekretär Stefan Zierke. „Der Preis ist deshalb so wichtig, weil man dadurch sieht, wie viele Bürger von Herzen kommend dahinterstehen.“ Es sei mit Sicherheit eine sportliche Aufgabe gewesen, die Klicks für den Sieg zusammenzubekommen. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner (SPD) fand es besonders bemerkenswert, dass das Mehrgenerationenhaus auf Vereinsbasis geführt wird.

Die digitale Internetplattform „Im Netz daheim und nicht allein“ befindet sich aktuell in der Testphase. Der Prozess des Projektes wird wissenschaftlich durch die Fachhochschule Furtwangen begleitet. Nun müsse man schauen, wie man die Leute erreicht und über die Plattform informiert, damit sie auch genutzt und mit Leben gefüllt wird, erklärte Bürgermeister Jonathan Berggötz.

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