30 900 Euro konnte der Näh- und Stricktreff, eine Gruppe des Generationentreffs in den vergangenen sechs Jahren an die Universitäts-Kinderklinik in Freiburg überweisen. Konkret fließt das Geld an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg, der dort 1995 ein Elternhaus errichtete.

Die Eltern der kleinen Patienten können dort in unmittelbarer Nähe zu ihrem Kind unterkommen. Wegen laufender Unterhaltskosten in Höhe von 60 000 Euro ist der Verein auf die dauerhafte Unterstützung – wie der des Nähkörbchens - durch Spenden angewiesen.

Die immense Spendensumme hat der Näh- und Stricktreff durch unzählige Häkel-, Strick- und Näharbeiten eingenommen. Sobald durch den Verkauf der Arbeiten 1000 bis 1500 Euro zusammengekommen sind, wird das Geld an den Freiburger Förderverein überwiesen. Nicht nur Socken, sondern auch Strickjacken, gehäkelte Ponchos und Patchworkjacken, Filzschuhe mit oder ohne Sohle sowie Babyschühchen fertigen die Damen in liebevoller Handarbeit an. Darüberhinaus auch Pullis, Klapphandschuhe, Mützen aller Art, Klammerkleidle für Wäscheklammern und Schulterwärmer. Viele ihrer Arbeiten bieten sie dann auf einem eigenen Stand in nahegelegen Supermärkten an. Auch auf dem Donaueschinger Herbstmarkt hatte das lustige Nähkörbchen einen Verkaufsstand. „Wir treffen uns jede Woche einmal von 14 bis 17 Uhr. Viele von uns schaffen aber auch daheim“, erklärt die 73-jährige Hedwig Baur. Die Teilnehmerzahl schwankt zwischen drei und 24 ehrenamtlich Arbeitenden. „Wir häkeln eigentlich alles. Auch auf Bestellung“, erläutert eine der Teilnehmerinnen.

Die Wolle für jegliche Strick- und Häkelarbeiten wird den Damen zu 90 Prozent gespendet. Besonders gefragt waren zur Winterzeit Socken. Das Stricken solcher benötigt zwei bis vier Abende à vier Stunden Arbeitszeit. Das Interesse in geselliger Runde mitzuhäkeln und zu stricken sei sehr groß. „Beim Zusammensein kann man gemütlich miteinander sprechen. Stricken geht nebenher immer“, verdeutlicht eine andere Teilnehmerin. Anders sei dies aber beim Nähen. „Das verlangt ganze Aufmerksamkeit.“ Daher näht Hedwig Baur vorwiegend zu Hause.

Am Dienstag, 5. April, wird im Generationentreff eine Modenschau mit den Kleidern des Nähkörbchens stattfinden.