„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ab heute gelten neue Regeln, damit wir die rasante Ausbreitung des Corona-Virus so gut wie möglich eindämmen“ erklärt der Bürgermeister und weist in seiner Videobotschaft auf der Facebook-Seite der Stadt und auf Youtube unter anderem auf die neuen Verordnungen hin.

Er sei froh, dass es zu keiner Ausgangssperre gekommen sei, so Berggötz. Man dürfe nach wie vor rausgehen, um sich in der frischen Luft zu bewegen. Und weiterhin sind Einkaufen, zur Arbeit gehen oder auch Arzt- und Apothekenbesuche erlaubt. All dies jedoch bitte unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern.

Diese Regelung gilt nun für 14 Tage.

Gemeinsam mit der Polizei werden diese Regelungen in Bad Dürrheim streng kontrolliert und im Falle der Nichteinhaltung auch sanktioniert, so das Stadtoberhaupt weiter. Dass es bei den bisherigen Kontrollen kaum Beanstandungen gegeben habe, freue ihn sehr.

Berggötz: „Wichtig ist- Sie können darauf vertrauen, dass die Versorgung gesichert ist. Es gibt genug Lebensmittel, die Abfallbeseitigung ist durch den Landkreis sichergestellt und auch um Wasser und Elektrizität müssen Sie sich keine Sorgen machen.“

Ebenfalls könne man darauf vertrauen, dass die Stadtverwaltung arbeitsfähig ist. Es werde in zwei Schichten gearbeitet, um den direkten Umgang zu minimieren. Ansonsten werde alles telefonisch und per E-Mail geregelt. Dazu ist die Hotline eingerichtet, unter der man sich informieren kann abn sieben Tage die Woche. Ebenfalls gibt es die aktuellsten Informationen und Hinweise auf der Homepage der Stadt und den sozialen Netzwerken.

Die Notgruppen für die KiTas und Schulen sind eingerichtet und funktionieren bestens. Auch der Betrieb des Wasserwerks und der Kläranlage ist sichergestellt.

Ebenfalls wurde eine Bürgerbörse eingerichtet. Unter der Koordination durch die Stadt wolle man die dringendsten Probleme lösen. Unterstützt wird die Stadt dabei vom Maltester Hilfsdienst, dem Mehrgenerationenhaus Lebenswert, der Nachbarschaftshilfe „Hilfe mit Herz und Hand“, dem FC Bad Dürrheim, der katholischen und der evangelischen Kirche sowie weiteren Partnern und Einzelpersonen.

Wer Hilfe benötigt, weil er nicht mehr aus dem Haus kann oder will, soll sich bitte an die Stadt wenden. Vielleicht hat jemand aber auch Zeit und fühlt sich fit, um sich als Helfer einzubringen.

Der Blick ins Elsass, nach Spanien oder Italien erfülle ihn und viele andere mit Sorge, erklärt Berggötz weiter. Die europäischen Nachbarn trifft das Virus unglaublich hart – davon sind natürlich auch die Partnerstädte Bad Dürrheims betroffen – und auch in Deutschland war es höchste Zeit die Regeln nach und nach zu verschärfen.