Sunthausen – Der Musikverein Sunthausen ist bestens aufgestellt. Dies aber auch nur, weil sehr viel in die Nachwuchsarbeit investiert wird. Nicht umsonst gibt es beim Musikverein mit der Bläserjugend einen separaten Verein, der am Samstagabend seine Jahreshauptversammlung im Vorfeld des Hauptvereins abhielt.

  • Jugendarbeit: Marena Hauser, Vorsitzende der Bläserjugend, berichtete von einer aktuell guten Situation. "Wir haben frühzeitig die Weichen in die richtige Richtung gestellt, was uns heute zugutekommt." Seit einigen Jahren gibt es die Blockflötengruppe, die nicht nur gut besucht ist, sondern gleichzeitig auch eine enorm wichtige Form der musikalischen Früherziehung darstellt. Ab sechs Jahren können die Kinder hier ein Instrument erlernen und werden so in frühen Jahren ins "Musikerboot" integriert. Optimalerweise entscheiden sich diese Kinder dann spätestens im Alter von zehn Jahren auch für das Erlernen eines weiteren Instruments im Verein. Dafür stehen aktuell vier Ausbilder zur Verfügung, die zurzeit fünf Kinder an der Trompete, der Klarinette, der Querflöte und der Posaune unterrichten.
  • Alterslücke: Obwohl der Verein seiner Jugend zusätzlich viele Aktivitäten anbietet – vom Hüttenwochenende über Ausflüge bis hin zu gemeinsamen Weihnachtsfeiern – gibt es im Alter von elf bis 15 Jahren dennoch ein großes Loch. "Geburtenschwache Jahrgänge sind hier genauso anzuführen, wie die starke Belastung in der Schule und das Engagement in anderen Vereinen. Geht ein Kind zusätzlich noch in einen Sportverein, dann wird es mit der Zeit für das Erlernen eines Musikinstruments schon knapp", führte Musikvereinsvorsitzende Sabrina Zahn aus. Auch in Sunthausen verspricht man sich deshalb viel von einer möglichen Installation von Bläserklassen in den Bad Dürrheimer Schulen, was der Stadtmusikverband, die Stadt und die Schulen gerade gemeinsam prüfen.
  • Musik mal anders: Stephan Dominikus Wehrle ist seit knapp zwei Jahren Dirigent des Sunthausener Musikvereins und fühlt sich pudelwohl. "Ich habe sehr viel Spaß gehabt und hoffe, dass wir das in diesem Jahr genauso fortführen werden", so der Dirigent. Er versuche auch mit unkonventionellen Auftritten die Begeisterung an der Blasmusik zu steigern. So zählte zu den Auftritten des Hauptorchesters im Jahr 2018 ein Stelldichein in der Zelle Reutlingen, bei dem die Eröffnung eines Rock- und Heavy-Metal-Wochenendes für die Musiker eine total neue, ungewöhnliche Erfahrung war, die erwartungsgemäß erfolgreich gemeistert wurde.
  • Investitionen: Der Musikverein hat im zurückliegenden Jahr gut gewirtschaftet, aber auch Investitionen geschoben. Deshalb steht 2019 unter anderem die Anschaffung neuer Stühle für das Probelokal an. Viele Trachten müssen erneuert werden, damit die zahlreichen Zöglinge in ordentlichem Ornat auftreten können und neben der Instandhaltung der vereinseigenen Instrumente soll noch ein F-Horn angeschafft werden.
  • Maifest: Das Maifest des Musikvereins soll ein zweites Seefest werden. Bislang machte zweimal das Wetter einen Strich durch die Rechnung, wodurch lediglich eine schwarze Null das Resultat dieser Festivität war. Das soll sich ändern. "Wir möchten dem Fest auf jeden Fall noch eine Chance geben, verlegen es aber dieses Jahr an den See, wo die vorhandene und vor allem bekannte Infrastruktur es uns einfacher machen soll", informierte der Vorsitzende Michael Hauger.
  • Ehrungen: Die Jahreshauptversammlung ist immer auch der geeignete Rahmen für Ehrungen. Stefan Gail bekam die goldene Vereinsehrennadel für seine 30-jährige Aktivität verliehen. Für 15 Jahre aktives Musizieren wurden Marena Hauser und Sarah Zahn ausgezeichnet.