Für Menschen mit Behinderung eine Erleichterung: Ab kommendem Mittwoch, 1. März, verfügt das Wellness- und Gesundheitszentrum Solemar über einen mobilen Lifter für Gäste mit Handicap. So können sie nun sämtliche Becken des Bades nutzen. Zuvor hatten Menschen mit Behinderung im Solemar nur zu den Therapiebecken Zugang, seit Jahren befinden sich an diesen nämlich festinstallierte Lifter.

"Ich finde das spitze", sagt Hannelore Prochnow. Gemeinsam mit Klaus Lang, Leiter des Gesundheitszentrums, und ihrem Vorgänger Klaus Höfler war die Behindertenbeauftragte der Stadt an der Anschaffung des Lifters beteiligt. Nicht die Geduld verlieren, scheint dabei die Herausforderung für die drei gewesen zu sein: Gut sechs Jahre habe es gedauert, bis ein passendes Modell für das Wellness- und Gesundheitszentrum gefunden worden ist, sagt Klaus Lang. An einem der Therapiebecken sei schon vor 30 Jahren ein Lifter eingebaut worden, sagt er. "Aber einen mobilen Lifter, der auch den Zugang zu den beiden großen Becken ermöglicht, hatten wir nicht."

Das größte Problem bei der Anschaffung sei nämlich das Solewasser gewesen. Sämtliche Modelle, die dem Trio bisher untergekommen waren, seien nie Soleresistent gewesen. "Sole ist aggressiv", sagt Klaus Lang. "Ein einfach lackierer Lift würde ihr nicht standhalten", fügt er hinzu. Langwierig waren daher die technischen Prüfungen, auch was die Tests auf Nutzerfreundlichkeit und die Standortverankerungen am Beckenrand anbelangt.

Schließlich wurde ein passendes Modell gefunden, mit dem Gäste mit einem Gewicht von bis zu 130 Kilo nun in sämtliche Becken gelangen können. Der mobile Lifter wird ganz ohne Bodenverankerung an den Beckenrand des großen Innenbeckens gefahren. So kann auch ausgeschlossen werden, dass Solewasser in den Betonboden gelangt und diesen beschädigt, sagt Klaus Lang. Die Steuerung des Lifters übernimmt das Solemarpersonal. Gäste mit Handicap müssen sich im Vorfeld einfach bei der Aufsicht des Bades anmelden.