Das Internationale Ballonfestival in Bad Dürrheim ist geprägt von Einfallsreichtum und vielen Facetten. Auch für das diesjährige Festival – dem 16. übrigens – hatten sich die Organisatoren wieder einiges einfallen lassen, um das Ballonwochenende so abwechslungsreich wie nur möglich zu gestalten.

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Der Festplatz war umdekoriert, quasi neu eingerichtet worden. Wie ein Ufo thronte ein Skyliner über dem Festgelände, für die Sponsoren war ein VIP-Truck eingerichtet, es gab ein neues – kleineres – Festzelt, in dem Feuerwerker Thomas Obeth nicht am Mischpult saß, sondern in Kochklamotten die Pfannen schwenkte. Dazu waren mehrere große Pavillions aufgestellt, die ebenfalls Schutz vor dem Wetter boten. Das Festgelände präsentierte sich wie ein Festdorf.

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Die Ballonstarts, das beeindruckende Bild der vielen Heißluftballone am Himmel, welches Autofahrer dazu veranlasst anzuhalten und begeistert zu fotografieren, wo immer sie sich im regionalen Luftraum tummeln, sind einige der vielen Facetten. Der stillen Faszination dieser Giganten kann man sich einfach nicht entziehen. Leider war dieses Bild an diesem Wochenende ein rarer Anblick, denn alle waren gerichtet, bloß eine machte nicht mit: Xenia. Das Tief vermieste erst einmal den Freitag mit dauerhaftem Regen, wodurch die Ballonstarts ausfielen und der Besucherandrang entsprechend gering war. Schätzungsweise 600 Besucher wären an diesem Abend dagewesen, so Joachim und Alexandra Limberger.

Die Festbesucher genießen die ausgelassene Stimmung und die mitreißende Musik beim Ballonfestival in vollen Zügen.
Die Festbesucher genießen die ausgelassene Stimmung und die mitreißende Musik beim Ballonfestival in vollen Zügen.

Man kann wirklich nur hoffen, dass die Ballonfestival-Organisatoren ihren Optimismus behalten und sich nicht beirren lassen, denn trotz allem war das Wochenende wirklich toll. Allein schon das Programm war ganz klasse. Nach dem Singer-Songwriter Marius aus Villingen übernahmen die Baaremer Luusbuäbä aus Gutmadingen die Unterhaltung. Das Candlelightglow musste leider ausfallen, aber die super Partystimmung mit den Powerkrynern entschädigte das Publikum wieder. "Den Skyliner aufzustellen bedeutete eine große Investition, aber das hat sich gelohnt", erklärt Limberger weiter. Die Besucher fanden Schutz vor dem Regen unter dem wie ein Ufo über dem Festgelände schwebenden Dach und machten Party.

Mit der Singer-Songwriterin Silke Vogt aus Villingen-Schwenningen startete der Samstagabend. Leider ging die sympathische Sängerin trotz ihrer tollen Stimme auf der riesigen Bühne unverdient etwas unter. Als hervorragender Griff entpuppte sich die Coverband Vinyl aus Donaueschingen, die anschließend die Stimmung aufmischte – weg vom Partymainstream hin zu den Songs der guten alten Zeit, zu denen das Publikum abrockte. An Sänger Sascha Spitz ist ein Phil Collins verlorengegangen. Und dann klappte auch das Ballonglühen, wunderschön anzusehen und ein faszinierender Anblick, dessen man nie müde wird. Mit dem Feuerwerk übertraf sich Thomas Obeth wieder einmal selbst. Es endete mit einem gewaltigen Bums und einem beeindruckten und begeisterten Publikum und auch in kulinarischer Hinsicht sucht das Ballonfestival seinesgleichen.

Am Sonntag war das Festivalgelände schließlich mit seinem umfangreichen Rahmenprogramm, beginnend mit dem Frühschoppen, zu dem die Randenmusikanten aufspielten, Anziehungspunkt für die ganze Familie.

Ein Höhepunkt beim Bad DÜrrheimer Ballonfestival ist das Ballonglühen, das jedes Jahr zu beeindrucken weiß.
Ein Höhepunkt beim Bad DÜrrheimer Ballonfestival ist das Ballonglühen, das jedes Jahr zu beeindrucken weiß.