Die Bürgerinitiative zur Pflege und Erhaltung des Kneipp-Kräutergartens im Süden des Kurparks hat sich zu einer dritten und zunächst letzten Jahresabschlussfeier im Kurhaus getroffen. "Wir sind formiert und haben uns gefunden", sagt Hannelore Prochnow, stellvertretende Vorsitzende des Kneipp-Vereins und Behindertenbeauftragte der Stadt Bad Dürrheim.

Abschlussfeiern für die ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren, wie beispielsweise dem Kneipp-Verein, dem Sozialverband VdK und dem Kreis Handicap-Aktiv, seien nicht mehr von Nöten. Selbstredend werden die ehrenamtlichen Mitglieder unter der Projektleitung von Alexander Grether vom VdK weiterhin den Kneipp-Kräutergarten pflegen. Man suche jedoch nach motiviertem Zuwachs, denn mit Peter Sterk, Eva Henschke, Ralf Kutschera und Helmut Blum steigen vier verdiente Mitglieder aus der Projektbetreuung aus. "Unser Appell richtet sich an junge und neu zugezogene Bürger, die Lust haben, sich in Geselligkeit für die Stadt einzubringen", sagt Prochnow.

Derweil scheint der Kräutergarten weiterhin seiner Natur als Repräsentant der dritten Säule der Lehre des Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp, den Heilpflanzen, in der Kurstadt nachzukommen. Er rieche gut, sehe gut aus und sei mit seinen Schildern an Kneipp-Zitaten auch noch lehrreich, meinen die Helfer. Seit Jahresmitte zieren die Zitat-Schilder den sogenannten Vitalweg im Kurpark, welcher vom Sebastian-Kneipp-Platz über den Sinnesgarten bis zum Kräutergarten führt. Die Pflege dieses Wegs obliegt ebenfalls der gleichen Initiative.

Auch die Kur- und Bäder GmbH, welche den Vitalweg am 4. Juni eröffnete, zeigt sich über die Zusammenarbeit erfreut. "Wir brauchen nie nachzufragen, wenn es um eure Unterstützung geht. Eine perfekte Zusammenarbeit", meint Kurgeschäftsführer Markus Spettel. Weitere Baustellen des Kneipp-Vereins und der Ehrenamtlichen sind Planungen für das Bücherstüble im Kurpark, Beiträge zum Lampion- und Lichterfest und die Fortführung des Projekts „Zisch-Tee“ aus Kräutern.