Der Kunsthandwerkmarkt punktete auch beim 19. Mal mit der hervorragend zusammengestellten Auswahl an Händlern, unter denen auch wieder einige neue zu finden waren. Der Kunsthandwerkmarkt wird nie langweilig, allerdings hat er wohl im Winter noch einmal eine ganz andere Atmosphäre als im Frühjahr, irgendwie heimeliger.

Neu im Angebot waren zum Beispiel reetgedeckte Vogelfutterhäuser aus dem Schwarzwald, neu war auch Annette Hengstler aus Brigachtal mit wunderschönen Skulpturen und anderen Kunstobjekten. Unglaublich ist, welche Vielzahl an Möglichkeiten Filz bietet. Sei es Mode, Dekorationsgegenstände, Hüte, oder vieles mehr. Das breite Angebot der Goldschmiede und Schmuckhersteller lässt keine Wünsche offen. Überhaupt besticht der Dürrheimer Kunsthandwerkmarkt mit dem hohen künstlerischen Niveau der Aussteller. Auch hier ist für jeden Geschmack etwas geboten.

Das Tolle ist, dass die Besucher vielfach Einblick in die Herstellung der Kunstgegenstände oder Schmuck erhalten. So kann man zum Beispiel Madelaine Kaiser aus Oberbaldingen direkt zuschauen, wie sie von Hand ihre putzigen Bären näht. In diesem Jahr war die Zufriedenheit unter den Ausstellern wieder recht groß, das Echo rundum positiv. Für Jana Wendt aus Lierschied lohnt sich der Kunsthandwerkmarkt in Bad Dürrheim immer trotz der weiten Anreise.

"Ich komme hier mit den Leuten ins Gespräch und nehme viele Aufträge mit nach Hause", erklärt sie. Sie fertigt auf Wunsch handbemaltes Porzellan und Wandbilder. Aber auch die vielen anderen Stände luden zum Zugreifen ein: Honigspezialitäten, köstliche Süßigkeiten, leckere Tees, duftende Seifen. Die Palette ist einzigartig.

Allerdings brauchte man am Sonntag eine riesige Portion Geduld, um in die Kurstadt und zu den einzelnen Lokalitäten zu gelangen. In Bad Dürrheim herrschte Betrieb wie am Samstag zur besten Einkaufszeit. Bereits um halb zwei Uhr mittags waren sämtliche Parkplätze im Industriegebiet voll, die in der Stadt ja sowieso.

Durch die Sperrungen aufgrund der Arbeiten an der Ampelanlage an den Abzweigungen von der Bundesstraße her, staute sich der Verkehr teilweise bis nach Villingen zurück. Gern wurde da das Angebot des kostenlosen Shuttlebusses zwischen Busbahnhof und Gewerbegebiet angenommen. "Bis 16 Uhr fahren mehr Leute hinaus in das Gewerbegebiet", berichtete Busfahrer Olaf Roth. Ab 16 Uhr würden die Rückfahrten dann wieder mehr in Anspruch genommen.

Im Gewerbegebiet schließlich pilgerten Scharen von Kunden zwischen den 17 geöffneten Geschäften hin und her. Überall lockten die Händler mit Preisnachlässen, Sonderangeboten oder verschiedenen Aktionen und manch einer nutzte die Gelegenheit, mit dem auf den Sonntag verlegten Wochenendeinkauf auch in den Geschenkeeinkauf für Weihnachten zu starten.