Das herrliche, fast schon frühlingshafte Sonnenwetter nutzen am Mittwochnachmittag zwei Villingerinnen, um mit ihren kleinen Mischlingshunden eine ausgedehnte Runde um den Sunthauser See zu laufen. Dazu parken sie hinter der Hirschhalde, um von dort auf einem Feldweg bis zum Campingplatz zu laufen und dann weiter rings um den See.

Das ist die Wunde, die der Schäferhundmischling binnen Sekunden verursacht hat. Bild: Privat
Das ist die Wunde, die der Schäferhundmischling binnen Sekunden verursacht hat. Bild: Privat | Bild: Hoffmann, Claudia

Auf dem schneebedeckten Feld dürfen die Hunde frei laufen und sich austoben: Auf halber Strecke Richtung See sehen die Frauen einen Wagen, der mitten auf dem Feldweg parkt und weiter entfernt auf dem Feld eine Frau mit zwei Hunden. Ein Mann, so berichten es die Villingerinnen, nähert sich ihnen im Laufschritt und bittet sie, die Hunde doch an die Leine zu nehmen. Er habe Angst, wenn sie seinen Hunden zu nahe kämen, dass etwas passieren könnte, da vor allem ein Schäferhund-Mischling sehr aggressiv sei. Der Mann wörtlich: „Ich habe keine Lust, schon wieder eine Tierarztrechnung zu bezahlen.“ Die beiden Mischlingshunde seien sofort an die Leine gekommen und gingen eng bei ihren Besitzerinnen auf dem Feldweg weiter. Ungefähr auf der Höhe der anderen Hunde, die von einer Frau an einer langen Schleppleine gehalten wurden, habe sich der Schäferhund-Mischling losgerissen und sei auf die Frauen und ihre Hunde zugerast. Er stürzte sich auf den vorderen kleineren Hund, in diesem Moment war auch schon der Besitzer zur Stelle und riss den aggressiven Hund an der Leine zurück, erzählt die Besitzerin. Es gab noch einen kleinen Disput, die Frauen erklärten dem Mann nach eigenen Angaben, dass es doch sinnvoll sei, dem Hund einen Maulkorb anzulegen, wenn dieser so aggressiv sei. Er berichtete, dass sein Tier aus dem Tierheim sei und man auf dem Feld eben mit ihm trainiere.

Ein Hund in einem Tierheim bellt und fletscht die Zähne.
Ein Hund in einem Tierheim bellt und fletscht die Zähne. (Symbolbild) | Bild: Hoffmann, Claudia

Die Frauen liefen dann, noch geschockt von dem Erlebnis und im Glauben, dass alles glimpflich ausgegangen ist, weiter. Die zwei Mischlingshunde waren munter, schnupperten ausgiebig und genossen die Runde um den See. Zuhause angekommen, stellte eine der Frauen fest, dass ihr kleiner Mischlingshund am Hinterlauf stark blutete: Sie entdeckte zwei tiefgehende Bisse, rings um die blutenden Stellen ist alles geschwollen. Die Wunde muss laut Tierarzt, der sofort telefonisch kontaktiert wurde, behandelt werden, da bei einem Hundebiss Bakterien in die Wunde eindringen und eine Entzündung auslösen können.

Da die Frauen ja anfänglich geglaubt hatten, es sei nichts passiert, haben sie weder Namen, noch Adresse des Hundehalters und die Besitzerin muss die Tierarztkosten selbst bezahlen.