Traditionell rückte die Unterbaldinger Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Dürrheim am Kilbig-Wochenende zu ihrer Jahreshauptübung aus. Als Übungsobjekt diente der 16 Mann starken Truppe ein mehrstöckiges Wohnhaus in der Villinger Straße.

Das Einsatzszenario sah einen Dachstuhlbrand mit starker Rauchentwicklung im zweiten Obergeschoss vor, wobei zwei Personen in Fensternähe sowie eine weitere Person in den hinteren Räumlichkeiten eingeschlossen wurden. Unterstützt wurden die Unterbaldinger durch die Drehleiter der Kernstadt mit einer dreiköpfigen Besatzung. Mit vier Atemschutzträgern drang die Abteilung unter der Einsatzleitung von Markus Guth in das Gebäude vor, die Eingeschlossenen wurden über die Drehleiter „gerettet“. Abteilungskommandant Sascha Huber moderierte für die Zuschauer das Geschehen. „Wir nutzen die Übung auch, um der Öffentlichkeit die Einsatzfähigkeit unserer Abteilung zu demonstrieren und natürlich auch ein Gefühl der Sicherheit zu verleihen“, so Huber.

Statt aufwendig mit einer Steckleiter zu arbeiten, werden bei der diesjährigen Übung in Unterbaldingen die eingeschlossenen Personen mit der aus der Kernstadt hinzugezogenen Drehleiter aus dem zweiten Obergeschoss gerettet. Mitglieder der Jugendfeuerwehr (rechtes Bild) beteiligen sich mit großem Engagement an der Übung und rufen sehr anschaulich um Hilfe. Alle Bilder: Alexander Hämmerling
Statt aufwendig mit einer Steckleiter zu arbeiten, werden bei der diesjährigen Übung in Unterbaldingen die eingeschlossenen Personen mit der aus der Kernstadt hinzugezogenen Drehleiter aus dem zweiten Obergeschoss gerettet. Mitglieder der Jugendfeuerwehr (rechtes Bild) beteiligen sich mit großem Engagement an der Übung und rufen sehr anschaulich um Hilfe. | Bild: Alexander Hämmerling

Bei der Manöverkritik zeigte sich Gesamtwehrkommandant Volker Heppler zufrieden: „Flüssig und gut gelöst. Wasserentnahme, Beleuchtung und Entlüftung, alles hat funktioniert.“ Besiegelt wurde die Jahreshauptübung mit einem Hammelessen, eine Tradition die seit der Abteilungsgründung vor 96 Jahren gepflegt wird.

Die Übungen finden in vernebelten Gebäuden statt, um reale Sichtbedingungen zu simulieren.
Die Übungen finden in vernebelten Gebäuden statt, um reale Sichtbedingungen zu simulieren. | Bild: Alexander Hämmerling

Die Übung der Oberbaldinger Wehr mit 26 Einsatzkräften fand kurz darauf statt, mit Beteiligung der Jugendfeuerwehr-Ostbaar. Übungsobjekt waren die Produktionshallen der Firma Zindt im Gewerbegebiet Bahn. Zentraler Inhalt der Übung war ein sicherheitstechnischer Aspekt, denn mit lediglich einem Hydranten spielt die Wasserversorgung bei Brandeinsätzen im Gewerbegebiet Bahn einen zentrale Rolle. Daher wurde das in Öfingen stationierte Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) einbezogen. „Beides würde bei einem realen Brand natürlich nicht ausreichen. Die Übung hatte daher die Prüfung der Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung über den einzigen Hydranten im Gewerbegebiet als wesentlichen Bestandteil“, so Heppler. Sie habe sich als ausreichend erwiesen.

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