Am gestrigen Mittwoch sind von der Stadt Bad Dürrheim, wie angekündigt und geplant, die Einladungen zur vorgesehenen Bürgerwerkstatt über das Eckpunktepapier zur Stadtentwicklung an insgesamt 600 „ausgewählte“ Bürger aus der Kernstadt und den Ortsteilen rausgegangen.

Die Ziehung dieser 600 Adressen erfolgte im Beisein örtlicher Pressevertreter im Bürgerservice der Stadtverwaltung Bad Dürrheim, um Transparenz zu schaffen und aufzuzeigen, dass es tatsächlich „Zufallsbürger“ sind, die eingeladen werden. Das zu verdeutlichen, seien dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung ein Anliegen gewesen, erklärt Pressereferent Alexander Stengelin.

Diese 600 Eingeladenen setzen sich aus drei Altersgruppen zusammen: die 14- bis 29-Jährigen, die Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen und die Altersgruppe 60 plus. Zuvor wurde geschaut, welche Altersgruppe wieviel Prozent der Bevölkerung der Stadt darstellt. Demnach machen die 14- bis 29-Jährigen 17 Prozent der Einwohner aus, die mittlere Gruppe 43,1 Prozent und die über 60-Jährigen stellen 39,8 Prozent der Einwohner. Die Ortsteile wurden entsprechend einbezogen. So wurden etwa 64 Personen zwischen 14 und 29 Jahren aus Bad Dürrheim eingeladen.

Die Gruppe der Teilnehmer bei der Bürgerwerkstatt soll 20 bis 30 Personen umfassen, je nachdem wieviele sich letztendlich anmelden. Die Gruppe solle die Altersverteilung auch widerspiegeln, so Stengelin. Das bedeute, wenn 600 angeschrieben sind, sich aber wenig über 60-Jährige melden, obwohl von dieser Altersgruppe eigentlich zwölf Personen geplant waren, würde man nicht mit Leuten einer anderen Altersgruppe auffüllen. Aus der mittleren Altersgruppe sollen es insgesamt 13 Personen sein, aus der jüngeren Altersgruppe 13.

Die Eingeladenen haben bis zum 10. Juli Zeit für ihre Rückmeldung. Gehen mehr Rückmeldungen ein, als Plätze zur Verfügung stehen, werden die Teilnehmer aus dem jeweiligen Topf gezogen. Dieses Vorgehen ist mit der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) abgestimmt, die auch die Anmeldungen zur Bürgerwerkstatt entgegennimmt und im Fall die Ziehung der Namen durchführt. Die Stadt ist in dieses Vorgehen aus Gründen der Neutralität ganz bewusst nicht eingebunden.

Die Bürgerwerkstatt soll am Samstag, 18. Juli, stattfinden und vier Stunden dauern, von 9 bis 13 Uhr. Dieser Tag wird auch von der KE gestaltet. Zunächst werden das Eckpunktepapier und seine Entstehung vorgestellt und diskutiert, anschließend werden eventuelle Verbesserungsvorschläge für das Eckpunktepapier ausgearbeitet. Diese Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Das Ergebnis dieser zweiten Bürgerbeteiligung wird dann nochmal aufbereitet und dem Gemeinderat in dessen letzten Sitzung vor der Sommerpause, am Donnerstag, 23. Juli, vorgestellt.