Auf der ersten Ortschaftsratssitzung in neuen Jahr in Hochemmingen stellte Stadtbaumeister Holger Kurz dem Gremium die erste Grundkonzeption für die Erweiterung des Kindergartens Funkelstein und das an den Kindergarten grenzende Feuerwehrgerätehaus bekannt. Eine Planungsrate von 90 000 Euro für den Umbau des Kindergartens und 10 000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus sind im aktuellen Haushalt bereits eingestellt. Realisiert wird die Erweiterung im Jahr 2021. „Ich gehe von einer Bauzeit von einem Dreivierteljahr aus“, so Kurz auf der Sitzung.

Die beiden wesentlichen Änderungen im Kindergarten sind der Anbau eines neuen Schlafraums an der Ostseite des jetzigen Gebäudes und die Einrichtung von Räumlichkeiten für eine dritte Gruppe. Durch den Abriss von Trennwänden, beispielsweise der Mitteltrennwand zum Flurbereich hin, und die Installation von mobilen Trennwänden werden die momentan zwei großen Gruppenräume erweitert und bieten künftig drei Betreuungsgruppen Platz. Diese innere Umgestaltung unterbindet auch den aktuellen Störungsverkehr nach der Essensausgabe, die Hol- und Bringsituation zwischen Küche und Essensbereich wird entlastet. Dieser Trubel habe bisher laut Kurz beispielsweise auch massiv die interne Kommunikation, etwa bei Elterngesprächen, gestört. Die Küche wird in die nördliche Sphäre des Hauses verlagert, im Süden entsteht eine Verglasung mit Öffnung hin zum Garten. Ein Oberlicht wird die Innenräume des Kindergartens zusätzlich mit Tageslicht versorgen.

Das Feuerwehrgerätehaus erfährt eine Erweiterung seiner Besprechungsräume im ersten Obergeschoss durch den Anbau einer Dachgaube. Zusätzlich wird ein zweiter Rettungsweg angebaut.

Wie groß die jeweiligen Erweiterungen in Quadratmetern ausfallen, wurde vorerst nicht genannt. Auch wie viele zusätzliche Kinder und in welcher Betreuungsform die dritte Gruppe künftig wird fassen können, bleibt noch offen. Das Konzept sei mit der Kindergartenleitung abgestimmt worden, jedoch werden laut Kurz „noch ein paar Punkte“ genauer geklärt.

Die Bruttokosten für den Umbau des Kindergartens belaufen sich auf 592 000 Euro, die für das Feuerwehrgerätehaus auf 75 000 Euro.

Zwei Anforderungen ließen den Kindergarten seit geraumer Zeit im Rat laut Ortsvorsteher Helmut Bertsche zum Diskussionsgegenstand werden. Der jetzige Bau kann einem modernen, pädagogischen Konzept mit Ganztagsbetreuung und Schlafbereich nicht in ausreichendem Maße nachkommen und die räumliche Situation falle allgemein ungenügend aus. Seit der Eingemeindung von Hochemmingen zu Bad Dürrheim im Jahre 1971 erfuhr das alte Schulgebäude, hier ist der Kindergarten untergebracht, keine baulichen Veränderungen mehr. Dabei seien der Teilort und die Kernstadt mit einem steigenden Bedarf an Kindergartenplätzen konfrontiert. Die Hochemminger Erweiterung soll somit einen Mangel an Betreuungsplätzen in der Kernstadt auffangen, ohnehin stammten etwa ein Drittel der Kinder in Hochemmingens Kindergarten bereits aus der Kernstadt. Dieser Anteil dürfte sich demnach künftig erhöhen.

Des Weiteren stimmte der Rat einstimmig einem Baugesuch für ein Einfamilienhaus im Kirchhofäcker zu. Eine Befreiung für das geplante Walmdach trotz steigenden Winkels von über 28 Grad wurde ebenfalls ausgesprochen. Laut Bertsche weise auch das Nachbargebäude dieses Merkmal auf, somit sei die Entscheidung vertretbar.

Ferner gab der Ortsvorsteher bekannt, dass zusätzliche 726 Euro für die Kriegsgräberfürsorge in Hochemmingen gesammelt werden konnten. Der monierten Begebenheit eines für bestimmte Sportarten zu glatten Bodenbelags in der Bergweghalle wurde widersprochen, eine Messung der Gleitwerte entsprach den Vorgaben.