Vöhrenbach Gäste bleiben in Vöhrenbach häufiger über Nacht

Im Tourismus wird die höchste Übernachtungszahl seit zwei Jahrzehnten bilanziert. Der Gemeinderat vermisst aber trotz der guten Zahlen eine klare Marketing-Strategie.

Vorgelegt wurde im Vöhrenbacher Gemeinderat der aktuelle Tourismus-Bericht, der bei den Übernachtungen eine deutliche Aufwärtsbewegung belegt. Allerdings wurde auch eine klare Marketing-Strategie vermisst. Erstellt hatte den Bericht Manuela Banic von der Tourist-Information, die aber den Bericht an diesem Abend aber nicht selbst vortragen konnte. Es gab viel Lob aus dem Gemeinderat für ihre Arbeit.

Nachdem 2009 die Übernachtungszahlen auf 14 456 gefallen waren, gab es seither ein relativ stetiges Bergauf, im vergangenen Jahr verzeichnete man in Vöhrenbach 22 884 Übernachtungen, die höchste Zahl in den vergangenen 20 Jahren. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass die Zahl der Gästebetten von 444 im Jahr 2000 auf 314 im Jahr 2017 gesunken ist.

Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 2,6 Tagen kamen im vergangenen Jahr 8851 Gäste in Vöhrenbach an, davon 5617 in den Gaststätten, 1066 bei „Ferien auf dem Bauernhof“ und 522 in Ferienwohnungen.

Deutlich wurde, dass die Beteiligung an der Tourismusmesse CMT in Stuttgart von großer Bedeutung ist, wo die Region im vergangenen Jahr wieder gemeinsam vertreten war. Ganz wichtig ist auch die Vermarktung der Linachtalsperre. Im vergangenen Jahr gab es 21 Führungen mit 403 Teilnehmern. Beliebt waren auch die drei Badetage am Stausee im vergangenen Sommer.

Weitere wichtige Veranstaltungen in diesem Zusammenhang sind der Stauseelauf, der Schwarzwald-Bike-Marathon und die Rad- und Wanderwege mit dem endlich fertiggestellten „Paradiesweg“. Rüdiger Hirt (CDU) vermisste hier ein tatsächliches Marketingkonzept, denn die vielen Angebote seien zwar attraktiv und nicht zuletzt auch interessant für die eigene Bevölkerung. Er wollte wissen, ob die hier getätigten Subventionen sich auch tatsächlich für die Stadt finanziell bezahlt machen.

Rita Ketterer (CDU) konnte allerdings aus ihrem Gasthof berichten, dass beispielsweise die Einbeziehung von Furtwangen und Vöhrenbach in den Donauradweg offensichtlich auch bei den Gästen Wirkung gezeigt habe. Und nicht zuletzt sei beispielsweise das gelungene Bild vom Stausee ein Highlight auf der CMT gewesen.

Bürgermeister Robert Strumberger meinte, dass entsprechende Werbung wichtig sei, der Effekt aber nicht immer direkt gemessen werden könne. Susanne Dorer regte nicht zuletzt an, auch entsprechende Angebote zu schaffen, wie beispielsweise ein mit dem Stausee dekoriertes Vesperbrett als Mitbringsel für die Touristen.

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